Binzberg

Gänsbrunner schaffts beim Snowcross-Rennen aufs Podest

Das Snowcross-Rennen auf dem Binzberg

Das Snowcross-Rennen auf dem Binzberg

Die diesjährige Auflage der Schweizer Snowcross-Meisterschaft wurde auf dem Binzberg oberhalb Gänsbrunnen ausgetragen. Der einheimische Snowcross-Pilot Stive Tschirren belegte dabei den dritten Platz.

Erstmals trafen sich die Snowcross-Fahrer auf dem Binzberg oberhalb Gänsbrunnen, um weitere Läufe im Rahmen der Schweizer Meisterschaft auszutragen. Wohl lag genügend Schnee, die hohen Temperaturen setzten aber dem Parcours zu, sodass sich schon bald die Unterlage stellenweise braun verfärbte. 35 Konkurrenten, darunter zwei Frauen, kämpften um gute Positionen in den drei Kategorien Elite, National und Damen/Senioren.

Rund 500 Personen verfolgten die spektakulären Rennen. Es wurden wegen der Schneeverhältnisse nur zwei Läufe ausgetragen, dafür bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Warum auf dem Binz?

An sieben Orten, hauptsächlich in der Westschweiz, werden die Meisterschaftsrennen ausgetragen: Châtel-St-Denis, Gsteig, Binz, Les Mosses, Anzère, St-Cergue und Melchsee-Frutt. In Court und Moutier gibt es den Motoneige Club L’Original (Elch), der für die Organisation auf dem Binz zeichnete. «Zudem haben wir mit Stive Tschirren vom Binz einen Fahrer, der in dieser Saison in der höchsten Kategorie startet», erklärte Urs Allemann (Crémines, Herbetswil), der OK-Präsident des Anlasses.

Stive wurde im letzten Jahr Schweizer Meister in der Kategorie National und kämpft in dieser Saison in der Kategorie Elite. Da schaffte es der 18-Jährige direkt vor seiner Haustüre aufs Podest und erreichte den dritten Platz. Nach drei Anlässen liegt er an vierter Stelle.

Mit der Nummer 511 steuert Stive sein neues Gerät über den Parcours, oftmals durch die Luft. «Viel Kraft und Ausdauer fordert dieser Sport», erklärt Urs Allemann, der als Betreuer von Stive bei allen Anlässen dabei ist. 200 Kilogramm wiegen die Boliden, die über 160 PS verfügen.

Die Fédération Motocycliste Suisse FMS überwacht die Lärmemissionen. Die Einhaltung der Lärmwerte sei ein Kriterium für die Bewilligung künftiger Anlässe, erklärte Stephan Vetter, Verantwortlicher der FMS. Messungen sorgen für die Beachtung der Limiten. Drei Fahrer wurden auf dem Binz gebüsst, weil ihre Fahrzeuge zu laut waren.

Folgt eine weitere Auflage?

«Der Anlass war ein grosser Erfolg, trotz hoher Temperaturen. Zahlreiche Zuschauer fanden sich ein und verfolgten die spannenden Rennen», stellte Allemann fest. Gross war auch das Medieninteresse der welschen Presse. Ob im nächsten Jahr eine zweite Auflage folgt, wird sich zeigen. Die Organisatoren sind zuversichtlich, obschon die Schnee- und Witterungsverhältnisse im Jura oft schwierig sind.

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