Jugendmusikfest

Future Band aus Wisen ist Schweizermeister

So jubeln Schweizermeister: Die Future Band gewann beim Schweizerischen Jugendmusikfest die Kategorie «Mittelstufe Brass Band».

So jubeln Schweizermeister: Die Future Band gewann beim Schweizerischen Jugendmusikfest die Kategorie «Mittelstufe Brass Band».

Die Jugendmusik mit zahlreichen Mitgliedern aus dem Solothurnischen Wisen gewann die Kategorie «Mittelstufe Brass Band» beim Jugendmusikfest in Zug.

Die Future Band, die Jugendmusik oberes Homburgertal und Wisen SO, reiste als eine von 112 mitmachenden Vereinen gut vorbereitet ans Schweizerische Jugendmusikfest (SJMF ) nach Zug. Weil das Vortragsspiel für Sonntagvormittag festgesetzt war, genoss die Reisegruppe am Samstag den Festbetrieb, die Vorträge der Mitbewerber anderer Kategorien, den Parademusikwettbewerb oder ein Bad im See.

Mehr oder weniger ausgeruht nahm die Band den Sonntag in Angriff. Der musikalische Leiter, Roger Leoni, verstand es ausgezeichnet die Truppe auf den Punkt vorzubereiten. Mit gezielten Übungen wurden die letzten Schlafgeister vertrieben. Man spürte als Aussenstehender förmlich, wie die Jugendlichen erwachten und ein harmonischer Klangkörper heranwuchs. Nochmals wurden die beiden Stücke gedanklich und musikalisch durchgegangen. Noch letzte Korrekturen an der Stimmung und los ging’s Richtung Vortragslokal.

Erfreulicherweise fanden sich etliche Anhänger der Band aus ihrem Einzugsgebiet in Zug ein. Darum durften die Aktiven unter kräftigem Applaus auf der Bühne aufmarschieren. Die Ansage der Stücke meisterte der Moderator fehlerfrei, allerdings konnte er die Anwesenden nicht über die geografische Herkunft der Future Band aufklären. Die Aufführungen der beiden Stücke gelang den jugendlichen Musikantinnen und Musikanten hervorragend. Mit einer sauberen Grundstimmung gelang der Formation ein toller Sound. Auch bei anderen Bewertungskriterien wie, Dynamik, Interpretation und Rhythmus fiel es dem Laien schwer, Unpassendes herauszuhören.

94 und 95 von 100 Punkten

Die Jury bestand aus je drei Blasmusikexperten. Jeder Verein spielte nacheinander das Aufgabenstück und dann ein Selbstwahlstück. Dazwischen wurde das Schiedsgericht ausgewechselt. Beim Pflichtstück «Columbus» jurierte der Komponist Rob Goorhuis gleich selber mit. Anscheinend hat er sein Werk freudig wiedererkannt. Der Vortrag wurde mit 94 von 100 möglichen Punkten belohnt.

Der selbst gewählte Titel «Argos» von Stephan Hodel gefiel den anderen Juroren noch besser: 95 Punkte war der Ertrag. Bei der viel umjubelten Bekanntgabe der Punkte wollte nun auch der Ansager genau wissen, woher die Band stammt. Nur drei Mal konnte er am ganzen Wettbewerb eine noch höhere Punktzahl ausrufen.

Viel zu schnell verging die Zeit bis zur Schlussfeier mit der Rangverkündigung. Gerne hätte man diesen topp organisierten Anlass noch genossen. 5000 Musikantinnen und Musikanten mit ihren Leitern und Betreuern füllten das Eisstadion. Nach Jugendensembles aus Bern, Frauenfeld, Kreuzlingen und Luzern durfte auch die Future Band aus dem oberen Homburgertal und Wisen aus den Händen von Bundespräsident Ueli Maurer die Trophäe für den Schweizermeister der Kategorie Mittelstufe Brass Band entgegennehmen. (kuw)

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