Kestenholz
Für sie ist nach 27 Jahren Dienstschluss

Die Feuerwehr Kestenholz wird künftig ohne ihre «gute Fee» und ihr «Mädchen für alles» auskommen müssen.

Irmfriede Meier
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Gaben den Abschied: Gfr Silvan Meier (l.) und Adj Uof Rolf Häberling. imw

Gaben den Abschied: Gfr Silvan Meier (l.) und Adj Uof Rolf Häberling. imw

Die Hauptübung war diesmal eine etwas besondere, weil mit Adj Uof Rolf Häberling und Gfr Silvan Meier zwei langjährige, einsatzfreudige Angehörige verabschiedet wurden. Das Motto der Übung lautete deshalb «dört ufhöre, wo mir agfange hei». Denn das obligate Nachtessen und Beisammensein fand im alten Feuerwehrmagazin statt, wo die beiden Männer vor 27 Jahren ihren Dienst begonnen hatten.

An der Hauptübung unter Leitung von Kdt Hptm Konrad Aeberhard und Oblt Daniel Berger zeigte die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft mit den Schwerpunkten Retten und Brandbekämpfung. Danach fand an vier Posten je eine Löschdemonstration bzw. Schulung statt.

Dem Rückblick auf das vergangene Feuerwehrjahr des Kommandanten konnte entnommen werden, dass an der Rekrutierung die folgenden Personen eingeteilt werden konnten: Dario Flury, Sabrina Hauser, David Kölliker, Nicole Kym, Barbara Moser, Matthias Studer, Philipp Wüthrich. Die grösste Veränderung 2015 habe der Wechsel der Arbeitsbekleidung gebracht. Man habe das Kombi «in Pension geschickt» und Hosen angeschafft. Diese seien praktischer und würden nur rund ein Viertel vom Kombi kosten. Gleichzeitig seien die Gummistiefel durch Lederstiefel ersetzt worden, was die Sicherheit und das Wohlbefinden erhöhen würde.

Im Übrigen sei es ein sehr ruhiges Feuerwehrjahr gewesen ohne wirklich bedeutende Ereignisse und weniger Einsatzstunden, berichtete Aeberhard weiter. Total waren es 1466 Stunden, davon galten deren 153 dem Fahnen- und Verkehrsdienst, zusätzlicher Einsatz wurden bei der Sonnwendfeier, beim Rollstuhlmarathon sowie dem Festival St. Peter at Sunset geleistet.

Befördert, geehrt, verabschiedet

Aufgrund guter Leistungen wurden Roland Hutter, Gabriel Kissling und Mirko Studer zu Gefreiten befördert. Verabschiedet wurden zwei Feuerwehrmänner, die beide 27 Jahre Dienst geleistet haben. Auf total 2757 Stunden kommt Adj Uof Rolf Häberling: «Häbi war die gute Fee der Feuerwehr. Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Bei jedem Einsatz stand er zuvorderst. Wurde etwas nicht weggeräumt oder es gab Unordnung, so hat er den Offizier darauf hingewiesen. War etwas defekt, Häbi hat es repariert. Seine Fachkunde und sein Einsatzwille werden uns fehlen.» Ihm zu Ehren heisst der Vorplatz beim Fw-Magazin nun «Häbiplatz».

Gfr Silvan Meier leistete total 1838 Stunden Einsatz. «Er war unser Mädchen für alles. Brauchtest du jemanden für einen Einsatz, wolltest du Verpflegung, Silvan organisierte. Ob Magazin putzen, Maschinist am Einführungskurs, Fahrer- oder Verkehrsdiensteinsatz, Silvan machte alles.» Er erhielt eine Urkunde «Mot Fhr Ehrenkorporal».

Ausbildung in ABC-Wehr

Kdt Konrad Aeberhard orientierte, dass in diesem Jahr das Kader in ABC–Wehr ausgebildet worden ist. Jetzt werde das Wissen an die Mannschaft weitergegeben. «Im nächsten Jahr sollten wir von der Gebäudeversicherung noch zusätzliches Material bekommen. Danach sind wir für den Erst-Einsatz bei der ABC-Wehr gerüstet.» Grund für die Ausbildung sind eine Aufwertung der Ortswehren und die Erhöhung der Sicherheit durch bessere Ausbildung.

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