Egerkingen
Für 200'000 Franken: Schulhaus Kleinfeld soll neu glänzen

In der Fassade des Kleinfeldschulhauses in Egerkingen sind viele Risse vorhanden. Wasser könnte eindringen und weitere Schäden auslösen. Deshalb soll der Altbau des Schulhauses für 200'000 Franken renoviert werden.

Elvira Biedermann und Jolanda Misteli
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Die Fassade des Schulhauses Kleinfeld soll renoviert werden.

Die Fassade des Schulhauses Kleinfeld soll renoviert werden.

Bruno Kissling

Für 200 000 Franken soll der Altbau des Schulhauses Kleinfeld renoviert werden, denn die Fassade ist sanierungsbedürftig. In der ganzen Fassade sowie den Fenstergewänden sind viele Risse vorhanden, in welche Wasser eindringen kann, was weitere Schäden auslösen könnte.

Mit der Ortsplanungsrevision 2014 wurde der Altbau als schützenswerter Bau klassifiziert, weshalb ein sorgfältiger Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz nötig ist. Mit einem Spezialisten für die Sanierung von Altbaufassaden aus Natursteinen wurde deshalb der Systemaufbau auf dem heutigen Mauerwerk bestimmt.

Rücksicht auf Vögel

Die Fassade wird komplett eingerüstet, gereinigt und auf Hohlstellen überprüft. Nach der Sanierung der Risse wird ein spezieller Deckputz aufgezogen und mit Mineralfarbe gestrichen. Die Fenstergewände werden mit einem Spezialmörtel reprofiliert.

Für die Sanierung der Fenstergewände müssen sämtliche Storen demontiert werden. Vor allem auf der Seite gegen den Sportplatz sind die Storen zum Teil stark beschädigt, aus diesem Grund werden diese komplett ersetzt.

Zur Vermeidung von neuen Beschädigungen durch Ballspiele auf dem Sportplatz wird auf dem Vordach des Zwischenbaus ein Ballfangzaun erstellt. Zusätzlich wird auch der Ballfangzaun vor der Fensterfront der Turnhalle ersetzt.

Da an mehreren Seiten des Gebäudes Nistkästen für die grösste Kolonie von Mauerseglern in der Region befestigt sind, ist die terminliche Ausführung auf diese geschützte Vogelart abzustimmen. Vorgesehen ist, dass die Fassadensanierung in der Zeit um die Frühlingsferien ausgeführt wird, bevor die Nistkästen ab Ende April wieder belegt werden.

Zwei Stichstrassen

Ein weiteres Investitionsvorhaben, welches an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember vor den Souverän kommt, ist die Erschliessung der beiden Grundstücke GB Nr. 1620 und 2082 nördlich der Bühlstrasse mit Flurname Kleinfeld.

Dies wurden mit der Ortsplanungsrevision 2014 von der Reservezone in die zweigeschossige Wohnzone eingezont, mit dem Ziel Bauland für die Erstellung von Einfamilienhäusern zu schaffen.

Nun soll das Areal für eine baldige Bebauung erschlossen werden. Für die beiden Grundstücke besteht ein Vorschlag für eine Aufteilung in zwölf Einfamilienhaus-Parzellen. Diese konkreten Überbauungsabsichten erfordern eine Anpassung der Erschliessung zur besseren Ausnutzung der vorhandenen Baufläche.

In Abweichung vom rechtsgültigen Erschliessungsplan soll nicht wie vorgesehen eine Ringstrasse erstellt werden, stattdessen sieht die vorliegende Planung den Bau von zwei Stichstrassen vor.

Geplant ist, zusätzlich den Fussweg Fuchsweg im nordöstlichen Teil der Parzelle GB Nr. 2082 zu begradigen und neu zu erstellen. Dies ist jedoch nicht Bestandteil des Kreditantrags, welcher gesamthaft 510 000 Franken für die Erstellung der beiden Stichstrassen vorsieht. Für die nötige Anpassung am Erschliessungsplan läuft zurzeit die öffentliche Planauflage.

Kleines Defizit im Budget

Das Budget 2017 der Gemeinde Egerkingen sieht ein kleines Defizit von 40 170 Franken vor. Die Nettoinvestitionen von gesamthaft 2.2 Mio. Franken können zur Hälfte selbstfinanziert werden.

In der Erfolgsrechnung zeigt sich etwa, dass der positive Sondereffekt in der Jahresrechnung 2014 mit zusätzlichen Steuereinnahmen von juristischen Personen nun negative Auswirkung in Bezug auf den Ressourcenausgleich für die Jahre 2017 und 2018 hat.

Die Abgabe Ressourcenausgleich beträgt im 2017 553 100 Franken gegenüber 130 400 Franken im Jahr 2016. Besser sieht es bezüglich der zu erwartenden Steuererträge aus. So wird mit Steuereinnahmen der natürlichen Personen von 8,2 Mio. Franken und Quellensteuern von 570 000 Franken gerechnet, bei den juristischen Personen mit 3,1 Mio. Franken.

Mit dem Finanzplan blickt der Egerkinger Gemeinderat etwas weiter in die Zukunft. Dieser Plan zeigt für die Jahre 2017 bis 2020 auf, dass mit den vorgesehenen Investitionen, die Verschuldung bis im Jahr 2021 um rund 12,5 Mio. zunehmen würde.

Eine Neuverschuldung kann nur umgangen werden, wenn die Nettoinvestitionen jährlich bei rund 1 Mio. Franken liegen. Beim Investitionsplan wurde der Umbau Schulhaus Mühlematt in die Jahre ab 2020 verschoben. (Mitarbeit: phf)

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