Ein ansehnlicher Teil der Fulenbacher Bevölkerung kam auf dem Areal des Schulhauses Salzmatt zusammen, um mit «Chäsi»-Betreiberin Claudia Brander die Vernissage der drei Kunst-und-Kultur-Projekte «Kunst im Dorf», «Fulenbacher Künstler» (zu sehen bis 7. Juni) und «Schule und Kunst» zu feiern. Der familiäre Anlass, den die 160 Kinder und ihre Lehrer/-innen fröhlich, bunt und liederreich gestalteten, fand beim Schulhaus statt; der Schwerpunkt lag denn auch beim Schulprojekt.

Claudia Brander hatte die Projektreihe unter den Namen «Künstlerdorf» gestellt, weil Fulenbach «so viele Künstler beheimatet». Das Projekt «Künstlerdorf» hat ihren Aussagen nach zum Ziel, dass «nach einem Jahr alle Fulenbacher wissen, was wer wo zu Hause ist». Die
18 Künstler/-innen hätten spontan ihre Teilnahme an der Ausstellung «Kunst im Dorf» zugesagt, so Brander. «Allerdings dauert es noch zehn Tage, bis alle Werke hängen.» Sie sollen bis zum Nordwestschweizerischen Schwingfest in der Gemeinde im August 2016 an ihrem Ort stehen und hängen bleiben. Finanziert wird das Projekt laut Brander vom Verein Alte Chäserei, unterstützt durch Beiträge vom Kanton und zwei Stiftungen.

«160 Kinder, die Kunst machen, ist ein Superprojekt», sagte Claudia Brander. Für «Schule und Kunst» seien «nicht so viele Werke geplant» gewesen. «Man weiss nie, wie die Kinder mitmachen und wie das Wetter wird. Doch alles funktionierte super.» So hätten rund 30 Projekte umgesetzt werden können. «All die Kinder arbeiteten als Riesenteam.» Auch der Lehrerschaft wand Brander ein dickes Kränzlein. «Der Stundenplan war ein halbes Kunstwerk.»

«Kunst und Kultur als eines»

Schulleiter Markus Rippstein verteilte bei seiner Ansprache Komplimente an «die Fulenbacherinnen und Fulenbacher». Den: «Sie leben Kunst und Kultur als eines. Fulenbach lebt.» Rippstein bezeichnete Initiantin Brander als «jemanden mit Ideen, Willen, Management und sprudelndem Elan. Es war eine Freude, mit ihr zu arbeiten». Hinter dem «Top-Projekt Schule und Kunst» stünden – neben den Kindern – mehr als 40 Lehrkräfte, Künstler/-innen und Helfer/-innen. «Sie leisteten in der Projektwoche 200 Prozent Einsatz. Die ganze Schule war mit vollem Elan und Tatendrang dabei.»

Gisela Barrer meldete sich im Namen des Gemeinderats zu Wort. Sie bezeichnete die Ausstellungen als «Supersache fürs Dorf» und die Vernissage als «wunderbaren Anlass». «Ihr habt eine interessante Projektwoche erlebt, und die nächsten Tage werden es auch», wandte sich Barrer an die 160 Künstlerinnen und Künstlern von «Schule und Kunst». Vor allem den Fünf- bis Neunjährigen wünschte sie «viel Vergnügen beim Abspazieren eures Weges (Kinderkunstweg im Hirschpark, Red.)».

Die Gemeinde beteiligte sich mit einem Fotowettbewerb zum Thema «Mein Lieblingsplatz in Fulenbach» am «Schule und Kunst»-Projekt. Laut Gemeinderat Willi Bhend wurden 23 Fotos eingereicht. Maya Maeder ging als Siegerin hervor.