Es ist wohl eines der bekanntesten Liegenschaften im Kanton Solothurn: Der 2005 erstellte markante fünfstöckige Glaspalast an der Hauptverkehrsachse A1 sticht von weitem her ins Auge.

Die prägnante Architektur mit eigenwilligem Grundriss bot dem deutschen Sportartikelhersteller Puma und Erbauer des Hauses seit Beginn weg eine exklusive Werbefläche; keiner der vorbeifahrenden Autolenkerinnen und -lenker konnte sich dem riesigen weissem Puma auf rotem Grund entziehen.

Täglich in den Augen von 90 000 Autofahrern

Genau damit wirbt nun die neue Eigentümerin der Liegenschaft, die Immobiliengesellschaft Alfred Müller AG in Baar. Sie hat das Gebäude im vergangenen Winter von Puma zu einem nichtgenannten Preis gekauft (wir berichteten). Das Projekt läuft unter dem Namen «Geschäftshaus Cristallith». «Die Liegenschaft wird ausschliesslich vermietet», erklärt auf Anfrage der bei der Alfred Müller AG zuständige Immobilienberater Bruno Zurfluh.

Unabhängig von der Grösse der gemieteten Geschäftsfläche würden alle Mieter «von den äusserst attraktiven Werbemöglichkeiten an der neuen, beleuchteten Werbetafel profitieren. «Mit durchschnittlich 90 000 Automobilisten auf diesem Streckenabschnitt der A1 bieten diese eine hervorragende Chance zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades», wirbt Zurfluh. Die prominente Lage habe das Gebäude zu «einer weitherum bekannten Landmarke mit hohem Wiedererkennungswert» gemacht, heisst es gar im Projektbeschrieb.

Denkbar sei, dass die gesamte Fläche einem Mieter zur Verfügung gestellt werde. Insgesamt wären dies 4930 Quadratmeter. Auf rund 1000 Quadratmetern im Erdgeschoss sei Puma langjährig eingemietet. Der Sportartikelhersteller betreibt dort nach der Verlagerung der Aktivitäten an den Hauptsitz im deutschen Herzogenaurach nach wie vor den Outlet-Store.

Das Angebot umfasse Mietflächen vom 1. bis 4. Obergeschoss von 690 bis eben 4930 Quadratmetern, so Zurfluh. Der Mietpreis beträgt zwischen 155 und 175 Franken je Quadratmeter und Jahr, wie dem Projektbeschrieb zu entnehmen ist.

Erste Mieter können auf Anfang 2016 einziehen

Die Räume könnten unterschiedlich genutzt werden, erläutert Zurfluh weiter. Sie seien geeignet für Büro- und Ausstellungsflächen, Schulungs- oder Verkaufsräume. «Auch Fitness-/
Wellness-Angebote sowie ruhiges Gewerbe sind gut möglich.»

Mit den Vermietungsaktivitäten habe man Ende Juli gestartet. Mit einigen Interessenten sei man bereits im Gespräch. «Wir rechnen mit einem Zeitraum von 18 bis 24 Monaten bis zur Vollvermietung», blickt Bruno Zurfluh nach vorne. Die ersten Mieter könnten nach einer sanften Sanierung und Umbauarbeiten auf Anfang 2016 einziehen.