Im Saal des Rössli versammelten sich rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner zum sogenannten "Info-Gipfel(i)" der Gemeinde Balsthal, denn traktandiert waren Informationen über die künftige Schulraumplanung von Balsthal. Informationsbedarf bestand tatsächlich, denn die Balsthaler Schulen ringen seit einiger Zeit mit prekären Platzverhältnissen und der Kauf der ehemaligen, nicht mehr im Einsatz stehenden Neuapostolischen Kirche, die im Schulhausperimeter liegt, sorgte schon seit Wochen für Spekulationen.

Nun also präsentierte Gemeindepräsident Pierino Menna die Überlegungen und Strategie des Gemeinderates in Sachen Schulraumplanung. «Die Prognose für die nächsten Jahre zeigt, dass diese Entwicklung so weitergeht». Die Zahlen belegen in der Tat, dass zwischen 2011 (449 Schüler) und 2018 (575 Schüler) die Zahl um 126 Schüler gestiegen ist. Der vorhandene Schulraum habe seine Kapazitätsgrenzen erreicht, daher beschäftige sich der Gemeinderat intensiv mit der Schulraumplanung, inklusive der Fassadenrenovierungen für die nächsten vier bis fünf Jahre.

Investitionskredit benötigt

Sodann präsentierte er die Strategie für die kommenden Jahre (s. Kasten unten). Der Ressortleiter Planung des Gemeinderates, Freddy Kreuchi, sprach dann über die bekannten Details. Mit einer Erweiterung des Kindergartens Mühlefeld würden insbesondere Kinder der Quartiere Ziegelhütte und Mühlefeld berücksichtigt. Die gefährlichen Hauptstrassenquerungen würden entfallen oder wenigstens auf ein Minimum reduziert. «Das Grundstück, auf dem der jetzige Kindergarten Mühlefeld steht, gehört bereits der Gemeinde. Ein Landerwerb, der die Kosten in die Höhe treiben würde, entfällt also.»

Kreuchi betonte, dass man keine Container aufbauen wolle. Die zwei neuen Kindergartenräume würden in Modulbauweise erstellt. Diese Bauweise garantiere jedoch eine kurze Bauzeit. Die Kosten habe man folgendermassen berechnet: Der Modulbau 350'000 Franken, weitere bauliche Massnahmen (Umgebung usw.) 200'000 Franken und Reserve 25'000 Franken. «Das ergibt eine Summe von 575'000 Franken, wofür an der kommenden Budgetgemeindeversammlung vom 10. Dezember ein Investitionskredit in dieser Höhe beantragt wird.»

Ohne Steuererhöhung möglich

Es seien noch keine Arbeitsvergaben durchgeführt worden, betonte Kreuchi. Bei den vorgelegten Zahlen beziehe man sich auf Berechnungen von eingeladenen Herstellern.

In der Diskussion wurde bemängelt, dass kein gültiger Finanzplan für die Schulrauminvestitionen der kommenden Jahre vorliege. Menna erklärte, dass dies ab Samstag dieser Woche für Interessierte online, nach der abschliessenden Gemeinderatssitzung, der Fall sein werde. Er versicherte, dass die Investitionen ohne Steuererhöhung realisiert werden können, dass aber restriktiv weiter gearbeitet werden müsse.