Wolfwil

Für einmal leicht rote Zahlen

Vorgängig zum Budget musste der Basislandpreis für erschlossenes Bauland im Baurecht festgelegt werden. (Symbolbild)

Die Bürgergemeindeversammlung genehmigte das Budget 2017, das ein Defizit von 4888 Franken vorsieht.

An der Gemeindeversammlung konnte Bürgergemeindepräsident 15 Stimmberechtigte sowie Revierförster Reto Müller begrüssen. Vorgängig zum Budget musste der Basislandpreis für erschlossenes Bauland im Baurecht festgelegt werden.

Der Basislandpreis für Bauland in der Wohnzone wird wie bisher bei 170 Franken pro Quadratmeter belassen. Nachdem die Bürgergemeinde in den letzten Jahren über 3,4 Mio. Franken in Industrie-Bauland investierte und in absehbarer Zeit Erschliessungskosten auf sie zukommt, musste der Basislandpreis für Industrieland überarbeitet werden.

Bereits hat der Bürgerrat die Zusage für eine Baurechtsparzelle erteilt. Nach eingehender Diskussion wurde dem Antrag, den Preis von 150 Franken auf 160 Franken pro Quadratmeter anzuheben, einstimmig genehmigt.

Beitrag an «Konkordia»

Zum ersten Mal als Verantwortlicher für die ganze Rechnung der Bürgergemeinde musste Finanzverwalter Kurt Kissling ein negatives Budget 2017 kommentieren. Im Bürgerwesen gibt es keine grösseren Abweichungen gegenüber anderen Jahren. Da 2017 ein Wahljahr ist, ist ein Betrag von 2000 Franken vorgesehen.

Beim Posten «Beiträge für besondere Anlässe» sind 5000 Franken berücksichtigt. Dieser kommt der «Konkordia» zu gut, die das 100-Jahr-Jubiläum feiert und zugleich eine neue Uniform einweiht. Mit 4000 Franken beteiligt sich die Bürgergemeinde an den neuen Uniformen und 1000 Franken ist der Jubiläums-Beitrag laut Reglement. Das Budget im Bürgerwesen weist ein Defizit von 21 264 Franken aus.

Da in den beiden älteren Mehrfamilienhäusern die Küchenrenovation bereits abgeschlossen werden konnte, ist bei den Liegenschaften nur ein Betrag von 15 000 Franken für allgemeine Unterhaltskosten für Wohnungs-Renovationen bei Mieterwechsel vorgesehen.

Im Budget sind auch die ordentlichen Abschreibungen auf den drei Mehrfamilienhäusern, der Renovation der zwei älteren Mehrfamilienhäuser und den Parkplätzen von insgesamt 188 000 Franken ausgewiesen. Auf der Einnahmenseite können die Baurechtszinsen von fünf Industrie- und drei Wohnhausparzellen und die Mietzinseinnahmen verbucht werden. Das ergibt für die Liegenschaften einen Ertragsüberschuss von 20 706 Franken.

Weiter tiefe Holzpreise

Im Forstwesen ist ein Betrag von 5000 Franken für den Banntag vom 29. April 2017 vorgesehen. Beim Posten «Unterhalt durch Forstunternehmen» sind 65 000 Franken für Holzerei, Jungwuchspflege und Stangenholzdurchforstungen budgetiert.

Die Haupteinnahmen im Forst stammen nach wie vor aus den Holzverkäufen, die sich unverändert auf einem tiefen Niveau befinden. Man erhofft sich, von etwa 1825 Festmetern einen Betrag von 80 975 Franken zu erwirtschaften. Darin eingeschlossen sind die Hackholzschnitzel von zirka 500 Festmeter für den Nahwärmeverbund Wolfwil. Die Forstrechnung schliesst gemäss Budget mit einem Defizit von 4330 Franken ab.

Der Voranschlag 2017 mit einem Defizit von insgesamt 4888 Franken wurde einstimmig genehmigt.

Ebenfalls orientiert wurde über das Budget 2017 vom Nahwärmeverbund. Dieses rechnet bei einem Aufwand von 136 000 Franken einem Ertragsüberschuss von 3300 Franken. Bei den Investitionen sind 25 000 Franken für den Anschluss Kindergarten ans Nahwärmenetz eingeplant.

Fünf Einbürgerungen

Das Bürgerrecht zugesichert wurde ferner der Familie Santelli, italienische Staatsangehörige. Die Familie besteht aus Vater Jean Domenico, Mutter Sonia und den Kindern Chiara und Giulia. Alle sind sie in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Seit 2007 wohnen sie in Wolfwil und fühlen sich hier heimisch. Auch dem gebürtigen Kestenholzer Hubert Joseph Bürgi, seit 2011 in Wolfwil wohnhaft, wurde Wolfwiler Bürgerrecht zugesichert.

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