Vom 17. Juli bis am 4. August lebte die Familie Dietschi aus Kestenholz auf einem Bauernhof im Schatten des Schlosses Neu-Bechburg – wie anno 1517. 

Zu Beginn hatte die sechsköpfige Familie gleich mächtig Probleme mit den Viechern. Die drei Ziegen nahmen reissaus, die Hühner verschwanden im Wald und mussten im Dickicht gesucht werden. Nur die zwei Schweine waren sicher eingepfercht.

Bis zum Ende von Dietschis Reise ins Mittelalter hatten sich dann aber alle aneinandergewöhnt. Die Geissen liefen Dietschis zahm hinterher und jede einzelne hatte einen Namen: Jessy, Jelly und Josephine. Von einem Wollschwein mussten sie sich verabschieden. Es wurde gegen Ende geschlachtet. Für ihre Fürsorge gab es vom «Vogt» (Publikum) zwei Filets, die bei der Familie abends gleich auf den Tellern landeten.

Dietschis flochten zahlreiche Zwiebelzöpfe, die sie auch auf dem Markt bei der Burg verkauften und gegen andere Lebensmittel eintauschten. 

Das Essen beschäftigte die Familie fast den ganzen Tag. Zum Frühstück gabs meist Müesli, manchmal mit etwas Honig, manchmal auch nicht. Der Besuch des Imkers wurde mit Freude erwartet, so gab es süssen Nachschub. Ansonsten fand viel Suppe und allerlei Gemüse auf den Tisch.

Beim Müller waren Dietschis auch mit ihrem Korn. Obwohl sie Emmer und Einkorn von ihrem eigenen Acker nicht ernten konnten. Die Vögel hatten schon vor Drehbeginn alles aufgefressen. Korn gabs dann vom Vogt – zum Dreschen und eben auch zum Mehl daraus machen. 

An einem Sonntag besuchten Dietschis auch den lateinischen Gottesdienst unten in Oensingen. Ein Kommentar von SRF zur Hostie, die Dietschis teilten, sorgte im Nachhinein bei den Katholiken für Empörung.

Den Bauernhof verlassen und oben auf der Burg angekommen, gab es als Erstes einen Schokoladenkuchen für die Familie.

Ab der zweiten Woche mischten auch fünf Pilger in der SRF-Sendung mit. Sie machten auf ihrer Reise von Basel nach Freiburg auch Halt bei Dietschis. (ldu)

Was Dietschis und die Pilger alles erlebt haben, finden Sie in unserem Blog: