Noch bis Ende September läuft der Pachtvertrag von Edi Spagni im Hotel Restaurant St. Joseph in Gänsbrunnen. «Was nachher geschieht, weiss ich nicht, aber ich nehme schon an, dass wieder jemand gesucht wird», sagt Spagni. Näheres ist auch nicht vom Besitzer der Liegenschaft, Martin Jaggi, zu erfahren. Einerseits sind es gesundheitliche Gründe, warum Spagni aufhören will. Deshalb hat er schon seit einiger Zeit den Betrieb des Gasthauses aufs Wochenende beschränkt, ausgenommen sind grössere, angemeldete Anlässe.

Anderseits sei die wirtschaftliche Lage alles andere als gut. Die Hoffnung, dass die neue Seilbahn auf den Weissenstein auch mehr Gäste ins hintere Thal bringen würde, hätte sich in keiner Weise erfüllt. «Im Winter hat sich niemand darum gekümmert, dass man auch für die hintere Seite des Weissensteins eine brauchbare Schlittelbahn einrichten könnte», klagt Spagni. Es sei bei einzelnen Schlittlern geblieben, die dann im «St. Joseph» einkehrten.

«Wolfsschlucht» wieder zu haben

Seit drei Monaten ist das Restaurant Wolfsschlucht in Herbetswil geschlossen. Geht es nach dem Besitzer Peter Meier (Breitenbach) soll die Liegenschaft samt dem 41 Aren grossen Grundstück verkauft werden und wenn möglich auch noch 21 Aren anschliessendes Gewerbeland dazu. «Es gibt mehrere Interessenten, aber noch nichts Konkretes», sagt Meier. Ob die «Wolfsschlucht» ein Gasthaus bleiben wird, könne er offenlassen, denn die Landparzellen und das Gebäude befinden sich in der Bau- und Gewerbezone.

Geschlossen, soll verkauft werden: Restaurant Wolfsschlucht in Herbetswil.

Geschlossen, soll verkauft werden: Restaurant Wolfsschlucht in Herbetswil.

Es ist der zweite Versuch innerhalb weniger Jahre, die Immobilie zu verkaufen. Bei einem Teil davon war 2008 die Genossenschaft Migros Aare im Gespräch. Sie hatte erwogen, dort einen Golfplatz zu realisieren.

Hohe Ansprüche für «Sternen»

«Wir suchen eine starke, gewinnende Persönlichkeit, die über eine Ausbildung in der Gastronomie (Wirtepatent) sowie über Berufserfahrung in der Branche verfügt.» So wirbt die Covariation Search AG für das Führen des Gasthofs Sternen in Matzendorf, der seit Ende letzten Jahres geschlossen ist.

Noch geschlossen: Gasthof Sternen Matzendorf. Der angehängte Saalbau wird jedoch genutzt.

Noch geschlossen: Gasthof Sternen Matzendorf. Der angehängte Saalbau wird jedoch genutzt.

Die Wirk GmbH, Solothurn, hatte das Haus per 1. September 2014 übernommen, war aber bereits nach vier Monaten aus dem Vertrag ausgestiegen. «Zu hoch die Erwartungen, zu tief die Frequenzen», lautete die Begründung. Damit war der dritte Anlauf innert fünf Jahren fehlgeschlagen, nachdem die über drei Generationen dauernde Ära Blaser zu Ende gegangen war.

Nun hat die Fluri Real Estate AG, Cham, seit Juli 2011 Besitzerin der Liegenschaft, die erwähnte Firma mit der Suche nach einer Lösung beauftragt. Die Ansprüche sind hoch: «Sie können wirtschaftliche Aspekte mit Dienstleistungsengagement vereinen und zeichnen sich aus durch unternehmerisches Denken sowie zielorientiertes Handeln», steht in der Ausschreibung. «Ihr bereits gut gepflegtes Netzwerk bringen Sie in die Unternehmung ein und können es gewandt umsetzen.»

Ja, die Anforderungen seien hoch, räumt Elias Bartlome von Covariation Search ein, «es geht hier um einen Kulturgasthof, und als solcher soll er sowohl hohen Ansprüchen gerecht werden, als auch zu einem beliebten Treffpunkt für die Leute aus dem Dorf und der Region sein.» Und wie verläuft die Suchaktion? «An Interessenten würde es nicht mangeln», antwortet Bartlome. Mehr könne er im Moment nicht dazu sagen.