Die Junior Brass Aedermannsdorf hat schon verschiedentlich auf sich aufmerksam gemacht. Erneut auch bei ihrem Auftritt zur Eröffnung des Frühlingskonzertes in der Mehrzweckhalle. Unter Leitung von Monika Eggenschwiler, unterstützt von Martina Meister, bot die Nachwuchsformation ein tolles Vorprogramm, das höchste Anerkennung verdient.

Nach der Eröffnungsnummer «Gimme some Lovin» zeigten sich Sabine Stampfli auf dem Cornet und Thomas Bobst auf dem Euphonium als Solisten in «Cocktails for Two*» von ihrer besten Seite. Und auch die jüngsten Band-Mitglieder machten ihre Sache als Ansager ausgezeichnet. Sie kündeten die aus dem Bündnerland stammende Melodie «La Sera sper il Lag» an, welche sehr einfühlsam vorgetragen wurde. Mit «Swiss Mountain Village», komponiert von Mario Bürki, wurde ein Stück ausgewählt, welches beim nächsten Jugend-Wettbewerb zur Benotung kommen wird und schon jetzt konzertreif vorgetragen wurde. Die stürmisch geforderte Zugabe wurde mit «Battare Prosciutto» erfüllt. Keine Zukunftssorgen um seinem Verein braucht sich jedenfalls Präsident Anton Eggenschwiler zu machen. Bei seiner Begrüssung dürfte er nicht nur eine überaus grosse Anzahl Delegationen erwähnen, sondern auch berechtigten Optimismus ausstrahlen.

Der zweite Teil wurde von der in Brass-Band-Besetzung spielenden MG Konkordia Aedermannsdorf bestritten, und zwar mit konzertanter Musik. Seit zehn Jahren wird die «Konkordia» erfolgreich von Bernhard Wüthrich geleitet. Seine Handschrift war mit dem Eröffnungsmarsch «The Bombardier» klar zu erkennen. Es folgte «The Lake in the Clear Air», ein irisches Landschaftsbild, arrangiert von T. J. Powell. Der Dirigent gab dazu informative Erläuterungen. Als Solistin wusste Lisa Altermatt auf dem Es-Horn zu überzeugen.

Als musikalischer Leckerbissen dürfe sicher das Selbstwahlstück «Voyage to Worlds Unknown» von Peter Graham betrachtet werden, welches für das Aargauische Kantonalmusikfest in Laufenburg von 1. Juli ausgewählt wurde, war aus dem Konzertprogramm zu entnehmen. Es wurde tatsächlich nicht zu viel versprochen.

Die höchst anspruchsvolle Komposition ist oder wird eine grosse Herausforderung. Die zahlreichen Soloeinlagen wie auch der Gesamteindruck stimmen jetzt schon höchst optimistisch.

Musikalischer Fernsehabend

BRASSRG – Unter diesem Titel wurde der dritte Teil angekündigt. Dem Verein ist es gelungen, tatsächlich für viele Überraschungen gesorgt zu haben. Luzia und Urs Strähl hatten auf einem Sofa Platz genommen und wollten einen gemütlichen Fernsehabend verbringen. Sehr realistisch zeigten die beiden auf, wie unterschiedlich dabei die Interessen sind. Die zahlreichen Videoeinblendungen, produziert und dargestellt mit vereinseigenen Leuten, widmeten sich den unterschiedlichsten Themen wie beispielsweise «Bauer ledig sucht», «Fussball», «Netz Natur» «Sternstunde», «shivatv» und anderen. Dazwischen sorgte die Brass Band mit Zwischenmusik aus der Unterhaltungsbranche, welche alles andere als Lückenfüller waren, sondern die Vorstellung hervorragend ergänzte und abrundete.

Dem Publikum wurde am Frühlingskonzert der Musikgesellschaft Konkordia etwas Besonderes geboten, weshalb es nicht erstaunte, dass am Ende des Programms lautstark Zugaben gefordert wurden. Mit dem Marsch «Aedermannsdorf» von Derek M. Broadbent und der Polka «Von Freund zu Freund», die in jeder Hinsicht symbolisch zu betrachten sei, so Bernhard Wüthrich, gelang ein Abschluss mit nachhaltigen Eindrücken.