Das schönste Ereignis im Jahr, das beste Fest im Thal, ja sogar auf der ganzen Welt, ist zu Ende. So bezeichnen diverse Laupersdörfer Schüler und Schülerinnen das Brunnenfest. Und offensichtlich finden es auch Erwachsene und Nicht-Laupersdörfer eine gute Sache. Anders lassen sich die Menschenmassen auf der Dorfstrasse im beschaulichen Thaler Dorf nämlich nicht erklären.

Das Brunnenfest strahlt auch nach 33 Jahren noch immer einen unwiderstehlichen Glanz aus und zieht die Menschen in Scharen an. Die Organisatoren freuts, der Aufwand hat sich gelohnt. Die zahlreichen Gäste sind der Lohn und die Freude für die vielen Stunden, die für das Brunnenfest investiert werden. Der neue OK-Präsident Stefan Saner fasst die drei Tage so zusammen: «Viele Leute, gute Stimmung, alles wie immer.» Und das ist keinesfalls negativ zu werten.

Nach einem Jahr Unterbruch war am Donnerstag die Ludothek heuer wieder mit von der Partie – ein einmaliges und sehr beliebtes Angebot für die vielen Familien, die mit ihren Kindern an Fronleichnam das Fest geniessen. Hier kann nach Herzenslust gespielt und sich ausgetobt werden. Auch das Tattoo aufmalen, das der Familientreff seit einigen Jahren anbietet, erfreute sich ungebrochener Beliebtheit. Kaum ein Kind, auf dessen Haut nicht ein Traktor, Schmetterling, eine Eidechse oder was auch immer glitzerte und mit Stolz präsentiert werden konnte.

Und wie immer konzertierten die Musikschülerinnen und Musikschüler mit ihren Instrumenten und zeigten, was so alles in ihnen steckt. Neu konnte dieses Jahr probehalber auch mal der Trommelschläger geschwungen werden. Das Schnupper-Trommeln fand regen Anklang und vielleicht hat hier der eine oder andere ein neues Hobby entdeckt.

Auch Regenguss fehlte nicht

Dass zum Brunnenfest auch ein heftiger Regenguss gehört, ist in Laupersdorf bekannt. Der kam auch dieses Jahr, glücklicherweise fast zum Feierabend am Donnerstagabend. Und das wars dann auch. Freitag und Samstag konnte bei schönstem Wetter und vor allem am Samstag dann auch bei angenehmen Temperaturen gefeiert werden.

Jedes Jahr ist es beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen auf der Dorfstrasse unterwegs sind, wie sich die Stübli mit Gästen füllen, wie in den Küchen die Öfen heiss laufen, die Köche Vollgas geben, sich die Service-Leute Löcher in die Socken laufen. Und wenn die Zutaten und Getränke ausgehen, was dieses Jahr dank den vielen Gästen öfters der Fall war, so ist die Schnelligkeit, mit der für Nachschub gesorgt wird, beeindruckend.

Schwinger und Tambouren

Nicht ganz wie immer und dennoch sehr positiv zu bewerten ist das Mitwirken des Schwingklubs Thal-Gäu. Die Schwinger haben dieses Jahr zum ersten Mal die Kaffeestube geführt und sich in der Gestaltung nicht lumpen lassen.

Ein Highlight war am Samstagabend der gemeinsame Auftritt der Tambouren aus Sigriswil Beatenberg mit den einheimischen Tambouren. Gemeinsam sorgten sie mit ihren eindringlichen Rhythmen für ein grosses Publikum und gefielen mit ihrer Show, der Freude und Begeisterung, die sie beim Trommeln ausstrahlen und den Möglichkeiten, was man aus diesem eigentlich simplen Instrument so alles herausholen kann.

Dieser fulminante Trommelwirbel ist ein bisschen wie das Brunnenfest – einladend, anregend, begeisternd, fröhlich und am liebsten niemals endend.