Teilnehmer aus Payerne, Riggisberg, Wädenswil und Grindelwald hatten sich angemeldet und genossen den freundschaftlichen Wettkampf bei herrlichem Wetter. Vielleicht ist der ruhig und idyllisch am Waldrand gelegene Springplatz ein Argument für die Anmeldung oder auch einfach die familiäre Atmosphäre dieses Pferdesport-Events.

«Wir geniessen einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung. Das Auffahrtsspringen ist ein fester Bestandteil vom Dorfleben», ist OK-Präsident Heinz Baumgartner überzeugt. Seit 14 Jahren leitet er das OK, das sich als eingespieltes Team etabliert hat und genau weiss, was Pferd und Reiter von einem ländlichen Concours erwarten.

Die Durchführung einer Springkonkurrenz auf einem Grasplatz bedeutet ein nicht zu unterschätzendes Risiko, denn ist der Boden zu nass und zu tief, müssen Prüfungen abgesagt werden. Die Wolfwiler durften jedoch auf viel Wetterglück zählen mit einem idealen Boden und viel Sonnenschein, was auch eine entsprechend hohe Anzahl an Nachmeldungen zur Folge hatte. An den zwei Wettkampftagen läutete die Startglocke für die über 200 Paare insgesamt 466-mal.

Eröffnet wurde das Auffahrtsspringen bereits am Mittwochnachmittag mit den Anfängerprüfungen über 60 respektive 70 Zentimeter hohe Hindernisse. «Die stilistisch springenden Einsteiger gaben sich viel Mühe und zeigten schöne Bilder in diesen Prüfungen», meinte Nadya Steiner, langjährige Sekretärin des Vereins, anerkennend. Man spüre gerade hier einen kleinen Generationenwechsel. Junge Reiterinnen und Reiter, die erstmalig Concours-Luft schnuppern, unterstützt und begleitet durch Eltern oder Trainer, die noch letzte Tipps geben, bevor die Startglocke ertönt.

Teamwork im Parcours

Das spezielle 3er-Equipen-Springen auf Einladung, die sogenannte Vereins-Challenge, sorgte für spannenden Springsport. 13 Equipen aus der Region traten gegeneinander an. Der KRV Balsthal-Thal hatte natürlich den erneuten Sieg als Ziel vor Augen, und das gelang dem sportlichen Verein auch. Die Mitglieder des durchführenden Vereins, die 1974 gegründeten Pferdesportfreunde Wolfwil, liessen jedoch auch nichts anbrennen und holten mit ihren Teams die Ränge zwei und vier.

Der Donnerstag bot dann ansprechenden Springsport in drei Kategorien mit sechs Prüfungen zwischen 90 und 110 Zentimetern Hindernishöhe. Die zahlreichen Zuschauer genossen in der Festwirtschaft gemütliche Stunden mit Sicht auf den Parcours. Traditionellerweise wurde das Auffahrtsmenü Burgunderbraten, Kartoffelstock und Bohnen serviert. «Man trifft sich hier immer, plaudert und geniesst das gesellige Beisammensein, tauscht sich aus», erklärte denn auch ein zufriedener Besucher. So wird ein im Gäu fest verankerter Pferdesport-Event zum Dorffest.