Olten-Aarau
Freie Fahrt zur Baustelle Eppenbergtunnel: Alle Hürden sind ausgeräumt

Das Eisenbahn-Grossbauwerk der nächsten sechs Jahre im Mittelland kann starten: Die Plangenehmigung für den Vierspurausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau ist rechtskräftig, kein Einsprecher gelangt ans Bundesverwaltungsgericht. Die SBB atmet auf.

Christian von Arx
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Um die Umwelt zu schonen und um keine Zeit zu verlieren, durfte die SBB mit amtlicher Bewilligung schon vor der definitiven Genehmigung des Gesamtprojekts mit Vorarbeiten wie dem Abhumusieren bei den Tunnelportalen Gretzenbach und Wöschnau (Bild) beginnen.

Um die Umwelt zu schonen und um keine Zeit zu verlieren, durfte die SBB mit amtlicher Bewilligung schon vor der definitiven Genehmigung des Gesamtprojekts mit Vorarbeiten wie dem Abhumusieren bei den Tunnelportalen Gretzenbach und Wöschnau (Bild) beginnen.

Bruno Kissling

Der Vierspurausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau hat die letzte rechtliche Hürde geschafft. Die Plangenehmigung für das 800-Millionen-Franken-Projekt mit dem über 3 Kilometer langen Eppenbergtunnel zwischen Däniken und der Wöschnau ist rechtskräftig. Beim Bundesverwaltungsgericht ist kein einziger Rekurs gegen die Bewilligung des Bundes eingegangen.

«Das freut uns sehr und hilft uns, das Projekt termingerecht bis Ende 2020 für die Kundinnen und Kunden umzusetzen», teilte die SBB gestern Dienstag mit. Mit dem Abtragen von Humus war bereits Mitte September begonnen worden, mit Bewilligung von Bund und Kanton Solothurn.

Die Hauptbauarbeiten laufen nächstes Jahr an. Zum Spatenstich zum Eppenbergtunnel wird die SBB im Frühling 2015 einladen, teilte SBB-Sprecher Reto Schärli auf Anfrage mit. Bis Ende 2014 werden nun die Tunnelbauarbeiten vergeben.

Alle Einsprecher geben sich zufrieden

Anfang September hatte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die Plangenehmigung für das Projekt erteilt; dies entspricht der Baubewilligung. Gegen das Projekt waren ursprünglich 110 Einsprachen eingereicht worden – darunter solche der Gemeinden Schönenwerd, Gretzenbach, Eppenberg-Wöschnau sowie der Anwohner betroffener Quartiere. Die Anliegen betrafen etwa die Wasserversorgung, den Lärm und den Baustellenverkehr. Offensichtlich sind nun alle Einsprecher zufriedengestellt. «Die SBB bot Hand zu einvernehmlichen Lösungen», bestätigte Schönenwerds Gemeindepräsident Peter Hodel. (sda/cva)

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