Am frühen Freitagmorgen war die Aula des alten Bezirksschulhauses bereits prall gefüllt. Schülerinnen und Schüler der achten Klasse aus der Kreisschule hatten sich eingefunden, um dem Konzert der «3nity brothers» zu lauschen. Das Trio gastierte in Neuendorf im Rahmen der «Coole Schule Pro Linguis»-Tour, welche sie durch die ganze Deutschschweiz führt. Dabei soll den Schülerinnen und Schülern auf spielerische Art Französisch näher gebracht werden.

Es gehe vor allem darum, den Jugendlichen die Angst vor dem Falschaussprechen zu nehmen und einfach drauflos zu reden. Die musikalischen Drillinge aus Frankreich waren nicht zum ersten Mal in der Schweiz: Bereits 2008, 2009 und 2012 hatten sie in der Schweiz in diversen Schulen gespielt. Neben den drei Musikern ist ausserdem ein vierter Bruder mit dabei, welcher das Management übernommen hat.

Lärm machen zum wach werden

Nach einem kurzen «Bonjour» wollten die «3nity brothers» hören, wie motiviert denn die Schüler seien. Dazu (und wohl auch ein bisschen als Weckruf) liessen sie beide Saalhälften einen Kreischwettbewerb ausfechten. Die Schülerinnen und Schüler waren von den folgenden Songs sichtlich begeistert: War der Applaus am Anfang auch noch etwas schüchtern, so war er gegen Schluss umso begeisterter. Die Brüder sangen ihre eigenen Lieder, aber auch einen Coversong von «Cee-Lo Green». Die Schüler hatten die Aufgabe, bei den französischen Liedern einen Lückentext auszufüllen. Der oder die Beste jeder Schule konnte dabei eine Eintrittskarte für den Europapark gewinnen.

Viele Fragen seitens der Schüler

Zwischen den Liedern gab es eine Fragerunde, natürlich auf Französisch. Um den Schülern ein wenig die Nervosität zu nehmen, versuchten sich die Brüder erst an schweizerischen Mundartwörtern. Das «Chuchichäschtli» kannten sie mittlerweile. Die «Zwätschge» und der «Sibesiäch» waren ihnen aber offensichtlich noch unbekannt. Danach rückten die Schüler mit ihren Fragen heraus.

Die Frage nach dem Zivilstand beantworteten zwei mit «J’ai une copine» und einer direkt mit einer Textzeile von Bruno Mars: «I think I wanna marry you». Spätestens nach diesem Scherz war das Eis gebrochen, und plötzlich wollte jeder eine Frage stellen. Einige Fragen waren sogar so denkwürdig, dass sie gleich mehrmals gestellt wurden. Als dann jeder eine Antwort erhalten hatte, kam auch schon das letzte Lied an die Reihe.

Lehrer wie Schüler begeistert

«Mir hat es sehr gefallen», so Schulleiter Markus Balmer. «Die drei haben eine sehr einfache, witzige Art und kommen gut an». Dieser Meinung ist auch Lehrerin Lea Rohrer, welche den Anstoss für das Projekt gegeben hat: «Mir hat es sehr gefallen. Ich würde das sofort wiederholen, aber wir können sie frühestens nächstes Jahr wieder engagieren». Schlichtweg begeistert waren auch die Schülerinnen: «Es war der Hammer. Die Drillinge sehen gut aus und sind sehr sympathisch», so die 14-Jährige Miriam. «Mega», sagt die 13-Jährige Masha.