Neue Statuten
Forstbetrieb Laupersdorf-Matzendorf wird neu organisiert

Die Forstbetriebsgemeinschaft Laupersdorf-Matzendorf soll ein öffentlich-rechtliches Unternehmen werden. Der Gemeinderat hat den Statuten-Entwurf durchgearbeitet.

Jenny Frey
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Dem Gemeinderat von Matzendorf ist es sehr wichtig, die Bevölkerung aktiv über die laufenden Arbeiten im Wald zu informieren (Symbolbild).

Dem Gemeinderat von Matzendorf ist es sehr wichtig, die Bevölkerung aktiv über die laufenden Arbeiten im Wald zu informieren (Symbolbild).

Walter Schwager

Haftungsfragen und Gerichtsfälle in jüngster Vergangenheit bei der Forstbetriebsgemeinschaft Laupersdorf-Matzendorf haben es gezeigt: «Eine nur lückenhaft geregelte Zusammenarbeitsform ohne jegliche Rechtspersönlichkeit ist nicht mehr zeitgemäss», lautet die Feststellung im Gemeinderat Matzendorf.

Ein Entwurf für neue Statuten liegt vor, der Gemeinderat hat diesen zusammen mit Lorenz Bader, Forstingenieur ETH, durchgearbeitet, die noch offenen Fragen analysiert und das weitere Vorgehen besprochen. Man ist sich einig, dass die Gründung eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens die geeignete Rechtsform für die Forstbetriebsgemeinschaft darstellt. Dies vor allem auch deshalb, weil es die schlankste Lösung darstelle, gerade auch, was das Personal betreffe.

Eine statt drei Rechnungen

Zwar könne man den Wald als Variante ganz einfach einer externen Betreuung übergeben. Die wichtigsten Fragen aber, vor allem bezüglich Haftung, blieben so ungeklärt. «Jeden Lebenssachverhalt kann man zwar nicht in Statuten regeln. Jedoch sind gemäss den Experten 98 Prozent der möglichen Streitfragen geklärt», wurde argumentiert. Kommt dazu, dass der Verwaltungsaufwand minimiert werden kann. Waren bisher drei Rechnungen zu führen – Revierrechnung, Rechnung Forst Laupersdorf, Rechnung Forst Matzendorf –, ist bei einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen nur eine Gesamtrechnung massgebend.

Neben einem exakteren Gesamtüberblick wird so auch mehr Zeit geschaffen für andere wichtige Aufgaben. Bevor es aber zur Vertragsunterzeichnung kommt wird sich der Gemeinderat noch schriftlich zu den Punkten Finanzkompetenz, Eigenkapital und zum Erschliessungsplan äussern. Dem Gemeinderat ist es zudem sehr wichtig, die Bevölkerung aktiv über die laufenden Arbeiten im Wald zu informieren. Noch offen ist die Idee, einer organisierten Waldbegehung mit der Bevölkerung.

Spatenstich und Legislaturziele

Die Baubewilligung für die neue Sporthalle ist erteilt, die Bagger stehen bereit. Am Dienstag, 24. März, findet der Spatenstich statt. Die Grundsteinlegung wird etwas später folgen. Auch der Gemeinderat ist auf das Bauvorhaben vorbereitet, die Aufgabenverteilung in der Kommission hat stattgefunden, straffe Pendenzenlisten werden geführt und gemeindeinterne Besprechungen finden regelmässig statt. Jeder einzelne Baufortschritt kann so gut überwacht werden.

Die Ziele für diese Legislatur wurden überprüft und einzelne Anpassungen gemacht. Neben modernen Pflichtenheften und einem fortschrittlichen Leitbild, welches Rücksicht auf die Region Thal nimmt, sind auch die neue Sporthalle und eine wirkungsvolle Jugendarbeit mit von Partie. Die Investitions- und Finanzplanung über fünf Jahre hat sich bewährt und soll weitergeführt werden.

Asylbetreuer gewählt

Engster Vertrauter in Sachen Asyl ist gemäss Gemeinderatsentscheid neu Jonathan Murbach. Wichtig in diesem Bereich ist vor allem eine kontinuierliche Betreuung. Die Organisation, die Abläufe und die Kostenkontrolle werden demnächst besprochen.

Doris Hügli wurde als neue Gemeinderätin vereidigt. Sie wird sich des Ressorts Bildung annehmen. Die Kommissionsbesetzungen werden zurzeit angepasst, dies aufgrund der jüngsten Veränderungen im Gemeinderat. Zudem wurde die Umweltschutzkommission neu mit Inhalten betraut, der Ressortleiter macht sich Gedanken über die Weiterentwicklung. Aktuell finden die Vorbereitungen mit dem Jahrgang 1996 für die 1.-Mai-Feier statt. In einer gemeinsamen Sitzung mit den Jugendlichen wird der Ablauf besprochen sowie die Rechte und Pflichten der Jugendlichen erläutert.

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