Oensingen

Fleischproduktion von 170 auf 220 Tonnen pro Tag erhöhen: Jetzt gehts vorwärts mit den Bell-Projekten

Die Bell AG baut an der Dünnernstrasse aus und plant ein Parkhaus und ein neues Logistikzentrum (grüner Bereich, oberer Bildrand).

Die Bell AG baut an der Dünnernstrasse aus und plant ein Parkhaus und ein neues Logistikzentrum (grüner Bereich, oberer Bildrand).

Der Oensinger Gemeinderat verabschiedet nachgebesserte Bell-Gestaltungspläne zuhanden des Kantons.

Der Fleischverarbeiter Bell betreibt an der Dünnernstrasse in Oensingen seit Jahren einen Rinderschlachthof mit angeschlossenem Verarbeitungsbetrieb für die Rindfleischproduktion. Der Rinderschlachthof besteht schon seit den 1970er-Jahren; viele der heutigen Bauteile wurden in Etappen in den vergangenen Jahren erstellt, zum Teil noch vom Vorgängerbetrieb, der Grossmetzgerei Grieder AG. Heute sind sie zum Teil rund 40 Jahre alt. Im Lauf der Zeit wurde mehrfach umgebaut und modernisiert.

Um den Betrieb der Bell an der Dünnernstrasse und den damit verbundenen Verarbeitungsbetrieb für Rindfleischprodukte längerfristig weiterführen zu können, ist eine grundlegende Erneuerung zwingend erforderlich. Es ist geplant, die Verarbeitungskapazität des Schlachthofes von heute 750 Rinder auf maximal 1100 Rinder pro Tag zu steigern. Dies entspricht einer Produktionskapazität am Standort Bell Dünnernstrasse von neu 220 Tonnen Rindfleischprodukte am Tag, heute sind dies 170 Tonnen. Zu diesem Zweck wurde ein «Erschliessungs- und Nutzungsplan Bell Dünnernstrasse» erarbeitet. Das vorgesehene Areal ist als Industriezone eingezont und unterliegt daher der Gestaltungsplanpflicht.

Bei Koordinationssitzung hängige Fragen geklärt

Nachdem der Vorprüfungsbericht am 20. April an die Gemeinde zugestellt wurde, konnte mit den zuständigen Amtsstellen des Kantons eine Koordinationssitzung abgehalten und noch ausstehende Fragen beantwortet und geklärt werden.

Ebenfalls wurde auch für das zweite Bauvorhaben der Bell mit der Bezeichnung «Opera», den Neubau eines Produktions- und Logistikzentrums im Gebiet Hohlinden ebenfalls ein Gestaltungsplan erstellt und zur Vorprüfung eingereicht. Mit diesem Neubau will Bell die Sparte Frischfleisch am Standort Oensingen zentralisieren. Die Planung sieht zudem vor, auf dem Areal Hohlinden ein zentrales Parkhaus für die Mitarbeiter der Bell Oensingen zu erstellen. Es soll 1200 Abstellplätze aufweisen, allerdings soll die Freigabe der Abstellplätze etappiert erfolgen. Der Gemeinderat nahm Kenntnis von den nun besprochenen Verbesserungen und Massnahmen und beschloss nun einstimmig, die Erschliessungs- und Gestaltungspläne Bell Dünnernstrasse und Bell Hohlinden mit Sonderbauvorschriften sowie die Raumplanungsberichte und die Umweltverträglichkeitsberichte dem Amt für Raumplanung zur Nachprüfung einzureichen. Gemäss Fabian Gloor, Gemeindepräsident, soll es – Stand heute – das Ziel sein, im August die Gestaltungspläne auflegen zu können.

Schutzwald Ravellen besonders beachten

Der Gemeinderat behandelte die «Genehmigung 3. Etappe Projekt Schutzwald Ravellen». Bereits hat die Gemeinde 8850 Franken für dieses Projekt ausgegeben, was auch budgetiert war. Nun stellt die Bürgergemeinde der Einwohnergemeinde eine weitere Pauschale in Rechnung – es soll die dritte und letzte sein – in der Höhe von 5804 Franken. Gemeinderat Bruno Locher wies darauf hin, dass man insbesondere wegen der Sonnwendfeier in diesem Ravellen-Bereich besonders aufmerksam bezüglich Waldbrand sein müsse.

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