Simulation
Feuerwehren üben den Ernstfall

Am Montagabend führten die Ortsfeuerwehren Härkingen, Neuendorf und Oensingen eine gemeinsame Feuerwehrübung durch. Ausgangslage der Übung war die Kollision eines Autos mit einem Traktor. Gemäss der abschliessenden Übungsbesprechung wurden alle Zielsetzungen erreicht.

Irmfriede Meier
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Beteiligte Einsatzkräfte bergen einen Figuranten aus dem Auto und machen ihn für den Abtransport bereit.

Beteiligte Einsatzkräfte bergen einen Figuranten aus dem Auto und machen ihn für den Abtransport bereit.

Irmfriede Meier

Bei einem simulierten Unfall in der Gemeinde Härkingen von der Lochmattstrasse in die Strasse Lochmatten ging es hauptsächlich um den Zuständigkeitsbereich und die Verantwortungen einer Ortsfeuerwehr bei einer Unfallrettung. Dazu zählen die Zusammenarbeit zwischen den Ortsfeuerwehren sowie das Zusammenwirken von Polizei, Rettungs- und Abschleppdienst.

Auto mit Traktor kollidiert

Ausgangslage der Übung war die Kollision eines Autos mit einem Traktor. Dabei mussten zwei eingeklemmte Personen im Auto sowie einige durch den Traktoranhänger verletzte Personen gerettet werden. Die Aufgabe bestand darin, den Schadenplatz zu sichern, die Personen zu retten sowie eine Brandentstehung zu vermeiden. Alle Beteiligten erhielten klare Anweisungen und Zielsetzungen für die Übung. Gemeinsam war der Auftrag für alle Angehörigen der Feuerwehr (AdF), den eigenen Auftragsbereich zu erkennen und die Verantwortungen einer Ortsfeuerwehr bei einem Verkehrsunfall wahrzunehmen.

Im Detail waren die Aufträge die folgenden: Die Einsatzleitung sollte jederzeit die Gefahrenschwerpunkte erkennen, Aufträge erteilen und mit den Partnerorganisationen kommunizieren. Die Chargierten, also die Offiziere und Gruppenführer, sollen die ihnen erteilte Charge ausführen und laufend Rückmeldungen an den Einsatzleiter geben. Für die Mannschaft galt es, die Aufträge möglichst rasch unter Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel auszuführen, ohne dabei die eigene Sicherheit ausser Acht zu lassen. Dies gelang den Einsatzkräften im geforderten Mass. Es wurde ruhig und zielgerichtet gearbeitet.

Gäuer Samariter als Figuranten

Die Initianten und Übungsleiter waren Hauptmann Christian Studer (Kdt FW Neuendorf) und Hptm Michael Studer (Kdt FW Härkingen); Übungsleitungsgehilfe war Oblt Daniel Nützi (FW Neuendorf). Die Einsatzleiter waren Maj Michael Dietschi (FW Oensingen); Oblt Mario Zihlmann (FW Härkingen), Oblt Reto Rippstein (FW Neuendorf). Im Einsatz standen auch die Pikettgruppe der FW Härkingen, das Kader der FW Neuendorf und die Kommandogruppe der FW Oensingen.

Die diversen Figuranten wurden von einem Moulagen-Team des Samaritervereins Gäu entsprechend hergerichtet. Von den Partnerorganisationen standen die Polizei Kanton Solothurn, der Rettungsdienst der Solothurner Spitäler SoH, der Samariterverein Gäu und der Abschleppdienst Garage Franz Reinhart AG aus Egerkingen im Einsatz. Das beteiligte Personenfahrzeug wurde von der Garage Reinhart AG aus Egerkingen, zur Verfügung gestellt und der Traktor vom Landwirt Clemens Jäggi aus Härkingen.

Trotz Kälte und Regen wohnten der Übung viele Interessierte bei. Darunter befanden sich Daniel Haltinner, Präsident des Bezirksfeuerwehrverbandes Gäu, Gabriela Gaugler-Baer, Gemeinderat Neuendorf, Peter Misteli, Gemeinderat Härkingen, das Kader der Betriebsfeuerwehr Migros Neuendorf, mit den «Schluchwägelern» aus Härkingen und den «FW-Maa gsii ...» aus Neuendorf ehemalige Angehörige der Feuerwehr sowie zahlreiche Interessierte aller Generationen aus der Bevölkerung von Härkingen und Neuendorf.

Alle Zielsetzungen erreicht

Gemäss der abschliessenden Übungsbesprechung wurden alle Zielsetzungen erreicht. Die gemeinsame Feuerwehrübung war somit in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Übungsleiter Hauptmann Michael Studer dankte allen Beteiligten für ihren zielgerichteten Einsatz. Übungsleiter Hauptmann Christian Studer verwies auf die Wichtigkeit dieser gemeinsamen Übung, fehle doch einer Ortsfeuerwehr schlichtweg die nötige Erfahrung, um ein solches Ereignis in vollem Umfang alleine bewältigen zu können.