Laupersdorf
Feuerwehr präsentierte die neu angeschaffte Motorspritze

Die Hauptübung der Feuerwehr zum Thema «Früher – Heute» lockte viel Publikum an. Präsentiert wurde auch die neue Motorspritze «Ultra Power 3». Sie weist eine Leistung von 1700 Litern pro Minute auf.

Rudolf Schnyder
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(vl.): Kommandant Christian Stark, Sascha Gunziger, Evelin Gerber, Simon Däster, Jonas Ackermann, Martina Bieli und Marc Stauffer.

(vl.): Kommandant Christian Stark, Sascha Gunziger, Evelin Gerber, Simon Däster, Jonas Ackermann, Martina Bieli und Marc Stauffer.

Rudolf Schnyder

Die diesjährige Hauptübung der Feuerwehr Laupersdorf war dem Thema «Früher – Heute» gewidmet. Das Unimog-Tanklöschfahrzeug steht seit 30 Jahren im Dienst der Ortsfeuerwehr. Dem zahlreich erschienenen Publikum, das aus rund 60 Erwachsenen und 20 Kindern bestand, und auch den Gästen wurde die neu angeschaffte Motorspritze «Ultra Power 3» präsentiert.

«Die Motorspritze wird vor allem für den Wasserbezug ab offenem Gewässer und ab dem Löschwasser-Becken bei abgelegenen Bauernhöfen, als Druckverstärkung ab Hydrant, für den Wassertransport auf längeren Strecken und bei Ausgleichsbecken eingesetzt», erklärte Leutnant Sascha Gunziger. Für einen interessanten Vergleich wurden die alte Motorspritze aus dem Jahre 1975 (Leistung 1500 Liter pro Minute) und die neue 61 PS starke Motorspritze (Leistung 1700 Liter pro Minute) eingesetzt.

Oberleutnant Stefan Roth stellte dem Publikum das Herznotfall-Team und den Ablauf der Rettungskette von der Alarmierung (Telefon 144) bis zum Einsatz des Defibrillators am Patienten vor. «Die ersten drei bis fünf Minuten sind entscheidend, nimmt doch mit jeder Minute, in der man untätig ist, die Überlebenschance eines Patienten um zehn Prozent ab», erwähnte Stefan Roth.

In Laupersdorf rückte das Herznotfall-Team innert Jahresfrist seit Oktober 2012 zu drei Einsätzen aus. Leutnant Roger Probst kommentierte den Einsatz des Tanklöschfahrzeuges wie folgt: «Das Tanklöschfahrzeug der Marke Unimog wurde 1983 als Vorführfahrzeug angeschafft und ersetzte damals das Vorgängerfahrzeug der Marke Bedford, das bei einem Ernstfalleinsatz im Weiler Höngen auf der Zufahrt einen Motorenschaden erlitt. Es hat sich im steilen Gelände und auch bei winterlichen Verhältnissen sehr bewährt.»

Kein Einsatz bei einem Brand

Kommandant Christian Stark erwähnte in seinem Jahresrückblick 2012/2013, dass mit Stefan Brunner, André Bussmann und Samuel Bussmann drei neue Feuerwehrmänner rekrutiert werden konnten und der aktuelle Bestand derzeit 32 Mann und eine Frau beträgt. Diese waren übrigens alle vollzählig an der Hauptübung anwesend.

Insgesamt wurden 60 Tage Weiterbildung und 1845 Übungs- und Einsatzstunden geleistet. Die Fleissigsten wurden mit einem Präsent ausgezeichnet: nämlich Evelin Gerber, Marc Stauffer, Sascha Gunziger und Urs Meister (alle über 90 Prozent anwesend) sowie André Bussmann, Stefan Brunner, Roger Probst und Stefan Roth (mit 100 Prozent Anwesenheit).

Ausrücken musste die Feuerwehr wegen einem Leck an einem Dieseltank eines Lastwagens, bei einem Austritt von Chemikalien in einem Technikraum eines Schwimmbeckens, bei einem Wasserleitungsrohrbruch und bei Austritt von Gülle. Hinzu kamen einige Fehlalarme. Brände gab es keine zu verzeichnen.

Mehrere Beförderungen

Kommandant Christian Stark beförderte Jonas Ackermann, Marc Stauffer und Simon Däster zu Gefreiten und somit zu Gruppenführern. Evelin Gerber-Fuchs wurde zum Fourier und Sascha Gunziger, der sich zum Instruktor ausbilden liess und auch eine Fachausbildung Einsatzführung absolvierte, zum Oberleutnant befördert.

Sascha Gunziger ist der erste Feuerwehr-Instruktor, der aus den Reihen der Feuerwehr Laupersdorf stammt. Nach 15 Jahren Einsatz im Herznotfall-Team wurde Martina Bieli-Fluri verabschiedet. Hauptmann Kurt Schneeberger (Welschenrohr) überbrachte die Grüsse des Bezirksfeuerwehr-Verbandes Thal und Gemeindepräsident Edgar Kupper fand Gefallen an der Hauptübung. Er habe ein motiviertes und gut ausgebildetes Team bei der Arbeit beobachten können, bemerkte der frühere Feuerwehrmann.