Aedermannsdorf

Feuerwehr Mittelthal: erste Hauptübung nach der Fusion

Eine stattliche Anzahl Männer und Frauen sind in der Feuerwehr Mittelthal vereint.

Eine stattliche Anzahl Männer und Frauen sind in der Feuerwehr Mittelthal vereint.

Die Feuerwehr Mittelthal - neu bestehend aus den Feuerwehren Aedermannsdorf, Herbetswil und Matzendorf - übte auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Burch.

Seit Beginn dieses Jahres sind die drei Feuerwehrkorps der Gemeinden Aedermannsdorf, Herbetswil und Matzendorf zur Feuerwehr Mittelthal fusioniert – nun fand die erste Hauptübung statt.

Kommandant Pascal Rumpf begrüsste eine grosse Schar Zuschauer und Gäste zur ersten offiziellen Hauptübung der Feuerwehr Mittelthal. Dazu wurde für die junge Feuerwehr etwas Besonderes ausgedacht. Auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Burch wurde eine Angriffsübung durchgeführt. Zuerst fanden sich die Fahrzeuge der Gemeinde Aedermannsdorf ein, danach diejenigen der anderen beiden Gemeinden. Imposant war die Anzahl der Fahrzeuge, welche bis zum Schluss die ganze Mannschaft mit 75 Männern und Frauen zum Bauernhof beförderte. So manch einer konnte sich noch an die Nacht 1994 erinnern, als der Ökonomieteil des Betriebes wirklich den Flammen zum Opfer fiel. Die ganze Übung wurde vom Einsatzleiter Sandro Rumpf geführt und im Anschluss von Philip Bieli analysiert.

Pascal Rumpf erklärte zudem, dass ein Tagespikett von 35 Personen bereitstehe. Mit dabei seien Mitglieder des Samaritervereins. Zudem verfüge jede Gemeinde über eine Gruppe, welche bei einem Herznotfall wichtige Dienste leistet. Er berichtete von einem Notfall im letzten Jahr, als vier Minuten nach dem Alarm die Gruppe vor Ort war, während der Krankenwagen erst gut vierzig Minuten später eintraf.

Wärmebildkamera im Einsatz

Vom Einsatzplatz aus wurden die Zuschauer an zwei weitere Einsatzorte transportiert. Die Kinder indes wurden mit den Mannschaftsfahrzeugen zu einem weiteren Übungsplatz chauffiert. Bei der Firma Bader Holzbau AG erklärten Mario Bieli und Andreas Bobst den Einsatz von Wärmebildkameras.

Zwei Gruppen wurden durch die Halle geschickt, um nach Verletzten zu suchen. Und weil die Zuschauer im dichten Rauch nichts gesehen hätten, wurde kurzerhand den Feuerwehrmännern die Sicht durch eine Folie auf dem Visier geschmälert. Gleichzeitig wurden Bilder gezeigt, welche im Übungsraum in Wangen mit der Wärmebildkamera aufgenommen worden sind.

Im Freien führte Philip Bieli vor, wie man vorgeht, wenn in der Küche heisses Öl Feuer fängt. Er erklärte, dass in diesem Fall am besten die Löschdecke verwendet wird. Alle Interessierten durften so eine Decke über einen brennenden Topf legen. Zum Schluss goss Oberleutnant Bieli, gut ausgerüstet mit Brandschutzjacke und Helm, einen Liter Wasser in den Topf, was eine Explosion auslöste. Spätestens seit diesem Erlebnis weiss nun jeder der Anwesenden, dass dies mit Sicherheit keine Löschvariante ist.

Währenddessen haben die Kleinsten unter der Leitung von Jeannine Meier und Reto Meister einen Löschangriff und eine Rettung einstudiert. Ausgerüstet mit Brandschutzkleidern und Atemschutzgeräten waren die Kinder mit Feuereifer bei der Sache.

Bevor der Aperitif eröffnet wurde, bedankte sich Gemeindepräsident Bruno Born bei der Mannschaft für die interessante Übung und stellte fest, dass die Feuerwehr es versteht, bereits früh dafür besorgt zu sein, dass es in späteren Jahren nicht an Nachwuchs fehlen wird.

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