Feuersbrunst in Balsthal

Feuerwehr-Kommandant: «Wir haben jetzt ein Loch im Dorfbild»

Sondersendung zum Grossbrand in Balsthal

Die Feuerwehr muss auch am Freitagnachmittag noch Löscharbeiten verrichten - rechts der Balsthaler Kommandant Urs Meier.

In der Silvesternacht stand die Schreinerei Rütti im Dorfkern von Balstahl SO in Flammen und brannte komplett nieder. Sehen Sie hier die Sondersendung von Tele M1 vom Freitagnachmittag. 

In der Silvesternacht hat ein Grossbrand eine Schreinerei mitten in Balsthal zerstört. Die Löscharbeiten sind für die Feuerwehr auch nach rund 15 Stunden noch lange nicht zu Ende.

Rund 200 Feuerwehrleute standen beim Grossbrand in Balsthal im Einsatz. Für einige ist die Arbeit noch nicht vorbei. «Es brennt immer noch», sagt der Balsthaler Feuerwehrkommandant Urs Meier in der Sondersendung von Tele M1 am frühen Freitagnachmittag. Man sei an den Nachlöscharbeiten und komme noch nicht an mehrere Brandherde heran. Man warte auf einen Bagger mit einem grossen Greifer, um Blech oder Eisenträger wegzutransportieren und so an die Brandherde heranzukommen. 

«Schon beim Ausrücken haben wir die Flammen schon gesehen – und dass der Himmel orange beleuchtet ist», sagt Kommandant Meier. Aus dem Sägemehlsilo habe es «schon voll aus Dach herausgebrannt». Bis zu 20 Meter schossen die Flammen in den Himmel. Stattliche Gebäude fielen während des Brandes in sich zusammen wie ein Kartenhaus. 

Die Schreinerei mit mehreren Hallen und Gebäuden brennt bis auf die Grundmauern ab. Aber die Feuerwehr kann verhindern, dass sich die Feuersbrunst auf benachbarte Liegenschaft ausbreitet. Die Löscharbeiten dürften sicher bis zum Freitagabend andauern. Danach folgt die Brandwache. 

Urs Meier hat selbst schon mehrere grössere Brände miterlebt. Dieser sei aber «einer der deftigsten, die ich erlebt habe». Gerade für die Feuerwehrleute aus dem Dorf sei der Einsatz speziell gewesen. «Wir haben jetzt ein Loch im Dorfbild.»

Die Brandursache ist noch unklar. Der Brandermittler hat noch in der Nacht auf Freitag seine Arbeit aufgenommen und erste Befragungen durchgeführt, wie Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, sagt. (pz)

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