Oberbuchsiten

Feldweg als Hundetoilette missbraucht – Jetzt droht ein Fahrverbot

Oberbuchsiten kämpft gegen Littering rund um Grillstellen (hier beim Weiher) und auf Feldwegen.

Weil Feldwege als Hundetoilette benutzt werden, will der Gemeinderat Oberbuchsiten ein Fahrverbot einführen. Auch auf Grillplätzen stellt Littering ein Problem dar.

Littering. Immer wieder stellt herumliegender Abfall ein Problem dar. Vermehrt im Sommer, da sich der Mensch zu dieser Jahreszeit öfters auch draussen aufhält. Aber ob Alu-Dosen, Flaschen, Zigarettenstummel oder Hundekot — der Abfall gehört weggeräumt. So sollte man eigentlich meinen. Auch Oberbuchsiten kämpft momentan gegen solche Abfallsünder. Der Gemeinde gingen vermehrt Hinweise der Bevölkerung ein, dass der Umgebung zu wenig Sorge getragen werde. Dies einerseits auf Flurwegen entlang der Dünnern, andererseits auch bei den Brätel-Plätzen beim Weiher und beim Schlattbrunnen. Dem Gemeinderat ist es jetzt zu viel, und er ergreift Massnahmen.

Als Hundetoilette missbraucht

Auf dem Feldweg von der Neustrasse bis zur Industriestrasse will der Gemeinderat nun ein Fahrverbot einführen. Gegen diesen Beschluss vom 12. März kann jetzt, nach der Veröffentlichung der verkehrspolizeilichen Massnahme, bis zum 9. Juli Einsprache eingereicht werden. Ist die zehntägige Einsprachefrist vorbei, werde die Forderung vom Kanton geprüft und hoffentlich umgesetzt. Robert Gurtner, Leiter der Bauverwaltung, hofft, dass das Fahrverbot bereits Mitte Juli in Kraft treten und die entsprechende Signalisation angebracht wird.

«Es ist keine erfreuliche Geschichte», sagt Gurtner. «Schon mehr als einmal wurde beobachtet, wie der Dünnernweg als Hundetoilette missbraucht wird.» Das Problem seien jedoch nicht die Fussgänger. «Hundehalter fahren mit ihrem Auto zu, lassen ihr Tier raus, damit es sein Geschäft verrichten kann. Dann steigt der Vierbeiner wieder ein und sie fahren weg.» Dies geschehe teilweise sogar direkt neben dem Robidog. «In benachbarten Gemeinden herrscht auf solchen Flurwegen sowieso ein Fahrverbot», sagt Gurtner weiter. «Bei uns wird es jetzt halt auch Zeit.»

Bald keine Brätel-Stellen mehr?

Ein weiteres Schreckensbild bieten auch die Brätel-Stellen beim Weiher und beim Schlattbrunnen. Das Problem dort werde immer grösser, vor allem jetzt in den Sommermonaten. Freiwillige müssen in regelmässigen Abständen aufräumen, damit die Brätel-Plätze für verantwortungsvolle Benutzer sauber blieben. «Dabei müsste es doch reichen, an den gesunden Menschenverstand zu appellieren», meint Gurtner.

Eine konkrete Lösung für das Littering-Problem hat der Gemeinderat nicht. «Vielleicht wäre es wirkungsvoll, wenn die Polizei öfters kontrollieren würde», vermutet Gurtner. Im Gemeinderat werde die Situation besprochen, man sei sich bewusst, dass Handlungsbedarf bestehe. Noch hofft Gurtner auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Falls das nicht wirkt, sieht er einen letzten Ausweg: «Wenn das Angebot mehr Ärger als Vergnügen bereitet, müssen wir uns vielleicht überlegen, die Brätel-Stellen ganz aufzuheben.» (SKU)

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