Balsthal
«Farandole» – das war der Hit beim Publikum

Die Musikgesellschaft Konkordia trat mit einem winterlich gestimmtem Konzertprogramm in der reformierten Kirche in Balsthal auf. Zahlreiche Zuschauer waren erschienen und zeigten sich begeistert.

Rudolf Schnyder
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Das gut besetzte Orchester füllt den Chorraum in der reformierte Kirche Balsthal total aus.

Das gut besetzte Orchester füllt den Chorraum in der reformierte Kirche Balsthal total aus.

Markus Mülller

Das Winterkonzert der Musikgesellschaft Konkordia Balsthal unter der Leitung von Hans Burkhalter (Zuchwil) in der vollbesetzten reformierten Kirche stand ganz im Zeichen des Winters. Fulminant schon der Auftakt mit den fanfarenhaften Klängen von «Olympic Winter Games». Das den ganzen Chorraum ausfüllende Musikkorps wirkte sehr imposant und es waren unter den Musikantinnen und Musikanten viele junge Gesichter auszumachen, was beweist, dass in Balsthal ausgezeichnete Jugendarbeit geleistet wird.

Mit dominanten Glockenklängen, ansonsten aber eher ruhig begann «La Basilica di San Marco» von Mario Bürki, der übrigens auch den Jubiläumsmarsch «100 Jahre Konkordia Balsthal» komponiert hat. Später steigerte sich die Klangfülle in diesem Werk, bis sie den ganzen sakralen Raum einnahm und man wähnte sich nun in einer Basilica. Nach Russland versetzt wurde man bei der «Troika» von Sergej Prokofiev. Teile der Musik wurden schon von Sting, Woody Allen oder Emerson, Lake and Palmer verwendet. Rahel Allemann (Aegerten /Welschenrohr), frühere Saxofonistin der Konkordia, führte mit viel Charme, und sachkundig durch das Programm. Als Intermezzo las sie die Kolumne «Mehr Schnee» aus «Sternenstaub» von Chris von Rohr vor.

Wippen im «Polar Express»

In der «Ouverture Allemande» des Österreichers Thomas Doss soll die Freundschaft zwischen Deutschland, Österreich und den angrenzenden Ländern symbolisiert werden. Viele Geister wandern durch diese Ouvertüre und wer genau hinhört, kann auch einen grossen Meister der klassischen Musik herumspuken hören. Dieses Werk wird die «Konkordia» Balsthal Ende März am Flicorno d’Oro, einem Musikwettbewerb in Riva del Garda (Italien) als Selbstwahlstück spielen. Fernöstliche Klänge waren bei «Yuki no furumachi wo» zu hören, eine wunderschöne Melodie über eine alte Stadt im Schnee in Japan. Mit «Polar Express» erklang eine eingängige Melodie, die sehr gefiel, das Publikum wippte mit.

Mit Arrangement des Dirigenten

Als der Hit stellte sich «Farandole» aus Georges Bizets «L’Arlesienne» heraus. Eigentlich ist dieses Stück ein historischer provenzalischer Volkstanz im schnellen Sechsachteltakt, begleitet von einem Spieler mit Einhandflöte und Tamburin. Das Publikum spendete frenetischen, lang anhaltenden Applaus. «Beim Konzert konnte man die Handschrift unseres Dirigenten Hans Burkhalter erkennen, der uns wiederum sehr fachkundig auf dieses Konzert vorbereitet hat», bemerkte Präsident Ruedi Berger. «Gemessen am Applaus konnten wir die Erwartungen des Publikums erfüllen.» Er bedankte sich beim Dirigenten, bei den Sponsoren, Ehrenmitgliedern sowie den Spendern der Stücke.

Besonders erwähnte Ruedi Berger den ersten Rang der «Konkordia Balsthal» in der zweiten Stärkeklasse am diesjährigen Kantonalen Musikfest. Als Zugabe erklang «Festival Day» von Mario Bürki, eine gefällige, rassige Komposition, die jeder am Kantonalen Musikfest teilnehmende Verein als Geschenk erhielt. Dann noch «Maistjarnan» eine Volksweise aus Island, die Hans Burkhalter arrangiert hat und wo solistisch die Flöte herauszuhören ist und das Schlagzeug eine ganz besondere Wirkung erzeugt.