Ramiswil
Familie Kamber ist zum ersten Mal bei Passwang-Viehschau dabei

Am Mittwoch findet auf dem Mittler Passwang wieder die etwas andere Viehschau statt. Die Familie Kambers von der Schwenglen ist zum ersten Mal dabei.

Andrea Imbaumgarten
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Bereit für die Viehschau (v.l.): Katja, Kurt, Mariella, Antonia, Daniela und Fabienne Kamber mit Kuh Alicia.

Bereit für die Viehschau (v.l.): Katja, Kurt, Mariella, Antonia, Daniela und Fabienne Kamber mit Kuh Alicia.

Andrea Imbaumgarten

«Die Viehschau auf dem Passwang ist besonders», das ist für Viehzüchter Kurt Kamber, Ramiswil, klar. Als Vorstandsmitglied des Viehzuchtvereins hat er einen engen Bezug zur Viehschau, die morgen Mittwoch zum 89. Mal durchgeführt wird. Die Tradition und der Ursprung locken viele Besucher an, ergänzt Bäuerin Antonia Kamber.

Zum ersten Mal gehen Kambers von der Schwenglen an die Viehschau auf dem Mittler Passwang und sind somit die einzigen Viehzüchter, die nicht vom Passwanggebiet kommen. Vorher liessen Kambers ihre Kühe auf dem Schauplatz im Dub von Experten beurteilen. Dieser Schauplatz wurde inzwischen aufgelöst und Kambers nutzten die Möglichkeit der Beurteilung auf dem eigenen Hof.

Alle vier Töchter helfen mit

Aufgrund einer Änderung des Schaureglements haben sich für die Viehzüchter die Bedingungen für das Punktieren der Tiere auf dem eigenen Hof erschwert. «Es stellte sich für uns die Frage, ob wir unsere Kühe künftig weiterhin punktieren oder linear beschreiben lassen wollen», erklärt Kurt Kamber.

Sie entschieden sich für das Punktieren und für die traditionelle Viehschau. Ein grosser Vorteil der Viehschau ist laut Kurt Kamber die Möglichkeit, den eigenen Bestand mit den Tieren der Berufskollegen vergleichen zu können. Der Entscheid sei ausserdem eine Familienangelegenheit gewesen, so Antonia Kamber. So helfen die vier Töchter Fabienne, Katja, Daniela und Mariella mit Freude beim Vorbereiten und an der Schau mit.

Warum so viele Gäste kommen

Kambers werden sechs oder sieben Kühen auffahren. Diese werden auf dem Hof in Ramiswil verladen und auf den Passwang geführt. Die sechs weiteren Aussteller marschieren vom jeweiligen Bauernbetrieb aus mit ihrem Vieh auf den Schauplatz. Zwischen 9.30 bis 10 Uhr treffen die mit Blumen geschmückten Kühe mit ihren Glocken und Treicheln auf dem Mittler Passwang bei Christine und Paul Lisser ein – ein Highlight und Publikumsmagnet.

Kambers sind sich einig, dass die Viehschau auf dem Passwang nicht nur für die Züchter interessant ist. «Ältere Leute zieht es der Tradition, der Glocken und Treicheln wegen auf den Schauplatz», so Kurt Kamber, Eltern kämen mit ihren Kindern, um ihnen die Tradition zu zeigen. «Die Viehschau hilft, Verständnis seitens des Volks für die Landwirtschaft und den Umgang mit den Tieren zu schaffen.» Um 12 Uhr erfolgt das Punktieren der Kühe.

Drei Richter werden Punkte vergeben für die Merkmale Rahmen (Körperbau), Fundament (Beine) sowie Euter und Zitzen. Für das Punktieren haben die Richter rund zwei Stunden Zeit. Um 14 Uhr präsentieren die Züchter den Besuchern auserlesene Kühe im Ring, deren Vorzüge von den Richtern kommentiert werden. Die Vereinsmitglieder erwarten rund 500 Besucher. Zum Züchterabend ab 19.30 Uhr, an dem der Jodlerklub Passwang auftreten wird, sind nicht nur die Züchter eingeladen.

Die weiteren Aussteller: Paul Lisser, Mittler Passwang; Ueli Lisser, Unter Schilt; Adolf Zemp, Unter Passwang; Dieter Walser, Untere Wechten; Ueli und Adrian Kamber, Ober Passwang; Markus Walser, Obere Wechten.

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