Neuendorf

Familie darf anstelle eines Kreuzes eine Stele als Grabstein aufstellen

Vorerst bleibts dabei: Grundsätzlich Kreuze sind nur gestattet.

Vorerst bleibts dabei: Grundsätzlich Kreuze sind nur gestattet.

Der Gemeinderat akzeptiert den Entscheid des Kantons: Zum Grab einer muslimischen Verstorbenen muss – ausnahmsweise – kein Kreuz aufgestellt werden. Die Errichtung eines konfessionsneutralen Grabsteins war zuerst abgelehnt worden.

Die Familie jener jungen Frau mit muslimischen Wurzeln, welche 2011 auf dem Neuendörfer Einheitsfriedhof bestattet wurde, darf einen Grabstein in Form einer Stele auf dem Grab der Verstorbenen aufstellen.

Dies entschied das Amt für Gemeinden und soziale Sicherheit (ASO). Vorgängig war gegen den ablehnenden Entscheid des Gemeinderates für die Errichtung eines konfessionsneutralen Grabsteines auf dem Friedhof Beschwerde erhoben worden.

Anspruch anerkannt

Im Vernehmlassungs- und Instruktionsverfahren beantragte der Gemeinderat beim Amt für Gemeinden und soziale Sicherheit (ASO) den Entscheid bezüglich des konfessionsneutralen Grabsteins durch dieselbe zu erlassen.

Das ASO hat nun verfügt, dass der Anspruch auf einen konfessionsneutralen Grabstein besteht und das Recht erkannt, als definitiven Grabstein eine Stele zu setzen. Der Gemeinderat hat in seinen Beratungen entschieden, im vorliegenden Fall den Entscheid zu akzeptieren und dagegen keine weitere Beschwerde zu erheben.

Im Zusammenhang mit der Rückweisung des vorgelegten Bestattungs- und Friedhofreglements im November 2012 durch die Gemeindeversammlung wurde die Tiefbaukommission beauftragt, bis 31. Dezember 2013 das aktuelle Bestattungs- und Friedhofreglement nochmals zu überarbeiten. Dabei soll der vom Neuendörfer Souverän geforderten Beibehaltung des Einheitsfriedhofes sowie der allfälligen Einrichtung eines separaten Grabfeldes Rechnung getragen werden. (rsn/rtg)

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