Balsthal
«Es roch bestialisch»: Messie schlief wegen Dreck und Abfall schon vor dem Haus

In Balsthal sorgt ein Messie-Fall für Aufruhr. Seit Jahren türmt sich in der Wohnung einer Frau Abfall und Dreck. Nachbarn berichten von bestialischem Geruch. Fotos zeigen auch Katzen- und Rattenkadaver.

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Achtung, folgende Bilder sind nichts für schwache Nerven! Sie zeigen die Messiewohnung von Balsthal.
41 Bilder
Wie lange diese beiden Katzen schon da liegen, kann man nicht sagen... Auch um welches Zimmer es sich hier handeln soll, ist nicht mehr erkennbar...
Unterhalb der Treppe Richtung Wohnzimmer.
Das Wohnzimmer ist komplett vermüllt...
Bei diesem Chaos fehlen einem die Worte.
Das war mal ein Kinderzimmer.
Auch hier ist alles vollgemüllt.
Wann in diesem Kinderzimmer das letzte Mal aufgeräumt wurde, ist schwer zu sagen. Muss aber lange her sein.
Im Kellerraum stapeln sich Abfallsäcke.
Der Kellerraum.
Der Heizungsraum.
Die Decke im Kellerraum.
Der Keller.
Nicht nur das Haus, auch im Garten...
... beginnt sich der Müll zu stapeln...
... allerdings noch nicht so extrem wie im Hausinnern.
Der Aufenthaltsort der Messiefrau.
Der Schlafplatz des Messies im Sommer und Winter.
Der Heizungsraum.
Die Kellertreppe...
Nicht mal Ratten überleben in diesem Haus...
Eine tote Ratte treibt in einem rosa Katzenklo.
Achtung, diese Bilder sind nichts für schwache Nerven! Die Messiewohnung:
Wann hier wohl zuletzt gekocht wurde?
Die Küche in Richtung Haustüre.
Der Kellerraum.
Der zugemüllte Vorratsraum
Die Treppe zum Dachgeschoss.
... eklig!
Eine tote Ratte.
Oberhalb der Treppe.
Das Wohnzimmer wenn man in Richtung Haustüre schaut.
Und noch ein Bild vom zugemüllten Wohnzimmer.
Die Waschküche ist auch komplett zugemüllt.
Der Besen wurde wohl auch schon lange nicht mehr gebraucht...
... oder zumindest nicht in dieser Waschküche.
Wie lange diese Teppiche wohl schon in der Waschküche hängen?

Achtung, folgende Bilder sind nichts für schwache Nerven! Sie zeigen die Messiewohnung von Balsthal.

Zur Verfügung gestellt

Liegende Türen, einzelne Schuhe, Säcke mit Katzenfutter und überall Abfall, Dreck und Tierkot. Alles liegt herum, und überall im Haus. An den Wänden wachsen Schimmelpilze. Dazwischen sind Katzenkisten zu erkennen. In dieser Wohnung in Balsthal sieht es alles andere als gemütlich aus, wie Bilder zeigen, welche dem Sender «TeleM1» anonym zugeschickt wurden. Es ist eindeutig: Hier lebt ein Messie, jemand der keine Ordnung haben kann.

Heinz Fankhauser, der in der Nachbarschaft wohnt, berichtet von einem penetranten Geruch. «Vor allem, wenn die Nachbarin die Haustüre öffnete, roch es bestialisch; richtig süsslich», sagt er gegenüber «TeleM1». Er schlug wegen starkem Verwesungsgeruch bei der Polizei Alarm. Diese fuhr Mitte August in Begleitung des Veterinärdienstes beim Haus vor und schaute sich herum. «Der Veterinärdienst hat in diesem Haus fünf Katzen gefunden und rausgeholt», wie Andrea Affolter, Medienbeauftragte des Regierungsrates, erklärt. Im Haus hätte es «keine optimalen Bedingungen» für Katzen gegeben, deswegen seien sie «an einen guten Platz» gebracht worden. Tote Tiere habe man keine gefunden, so Affolter. «Den Katzen, die man mitgenommen hatte, ging es gut.»

160 Ratten gefangen

Laut Kanton wurden keine toten Tiere gefunden. Auf den Fotos sind jedoch auch Katzenskelette und tote Ratten erkennbar. Offenbar lebte die Frau gar nicht mehr im Haus, sie soll vor der Türe geschlafen und ihr Geschäft im Garten verrichtet haben. Heinz Fankhauser berichtet von einer richtiggehenden Rattenplage auf seinem Grundstück. Zwischen dem Frühling 2016 und Juni 2017 habe er 160 Ratten gefangen.

Die Rattenplage kam zwar erst im letzten Jahr, die Situation im Haus soll aber bereits seit drei Jahren andauern – und ausser den Nachbarn will niemand davon Wind bekommen haben. Nachbarn hatten sich wegen der psychisch angeschlagenen Frau auch schon auf der Gemeindeverwaltung gemeldet. Dort arbeitet eine enge Verwandte der Messie-Frau.

Geschehen ist deswegen trotzdem nichts. Der Balsthaler Gemeindepräsident will sich nicht zum Fall äussern. «Zurzeit befindet man sich in einem laufenden Verfahren. Daher gibt es seitens der Gemeinde aktuell und generell nichts zu sagen», schreibt Pierino Menna dem Fernsehsender.

Die Messie-Frau wohnt nun bei Verwandten. (ldu)