Das römisch-katholische Pfarrhaus an der Räckholdernstrasse 3 in Lostorf wird vom Montag, 2. September an teilweise umgenutzt. Die Räumlichkeiten im vorderen, der Strasse zugewandten Teil werden derzeit hergerichtet, damit sie vom eigens dafür gegründeten Verein Kinderburg Lostorf als Kindertagesstätte (KiTa) genutzt werden können. Das Sekretariat und das Besprechungszimmer im hinteren Teil werden weiterhin von der römisch-katholischen Kirchgemeinde Lostorf genutzt.

Pfarrhaus stand drei Jahre leer

Wie Susanna Segna, die neue Präsidentin der römisch-katholischen Kirchgemeinde Lostorf, gegenüber dem OT ausführt, stehen die Räumlichkeiten seit der Pensionierung von Pfarrer Michael Born vor drei Jahren weitgehend leer. Inzwischen wurden die beiden Räume im vorderen Teil des Parterres umgebaut, ebenso die Küche und das Bad. «Eine Sanierung stand ohnehin auf dem Programm, da in den letzten 30 Jahren nichts in der Richtung gemacht wurde», erzählt Segna. Eben diese Räumlichkeiten werden derzeit von Manuela Hofer, der künftigen Leiterin der Kindertagesstätte, kindergerecht eingerichtet: Ein Aufenthaltsraum mit Spielsachen und ein Schlafzimmer sind so im Entstehen begriffen. Auch Segnas Ehemann Angelo packt fleissig mit an.

«Nachdem die Einwohner-Gemeindeversammlung im Dezember Ja gesagt hatte zum Kinderhort, wurde in der Zwischenzeit der vorgesehene Verein gegründet», so die Kirchgemeindepräsidentin. Deren Vertreter seien unterdessen an die Kirchgemeinde gelangt und hätten angefragt, ob der Verein die Räumlichkeiten im Pfarrhaus nutzen könne. «Wir haben im Rat Überlegungen angestellt und schliesslich eine Lösung gefunden, mit der alle gut leben können», führt Segna aus.

Hinteren Teil weiterhin nutzen

Das Sekretariat und den Besprechungsraum im hinteren Teil des Parterres will die Kirchgemeinde weiterhin nutzen; beide Räume sind auch inskünftig durch den Hintereingang auf der Westseite zugänglich. Der Besprechungsraum wird hauptsächlich in Zusammenhang mit Trauungen und Todesfällen genutzt. Damit dies weitgehend ungestört vonstattengehen kann, werden die hintere und die vordere Hälfte durch eine schalldämmende Tür abgetrennt, die bis zu 42 Dezibel absorbieren kann.

Die Kinder gelangen durch den Vordereingang via Martinskeller und Treppe in den vorderen Bereich im Parterre. Die Treppe selbst muss auch noch gesichert werden, damit kein Kind seitlich herunterfallen kann. Mit einer Brandbeschichtung und feuerfesten Türen werden in den kommenden Tagen auch die von der Solothurnischen Gebäudeversicherung (SGV) Ende Juni geforderten Brandschutzmassnahmen umgesetzt. Und im Keller soll eine Glasabschrankung den Eingangsbereich von den Räumlichkeiten der Jugendarbeit abtrennen.

Anmeldungen laufen bereits

Wie Segna weiter ausführt, übernimmt der Verein Kinderburg Lostorf die Kosten für den Umbau der vorderen Räumlichkeiten. In einem zweiten Schritt sollen dann auch noch weitere vier Zimmer mit Bad im ersten Stock renoviert und der Kindertagesstätte zugänglich gemacht werden. Auch hier behält die Kirchgemeinde einen Raum, der von der Religionspädagogin Silvia Balmer genutzt wird. Leiterin Manuela Hofer ihrerseits meint: «Ich bin zuversichtlich, dass die Einrichtung der Räume bis zur Eröffnung am 2. September abgeschlossen sein wird. Derzeit treffen jedenfalls laufend Anmeldungen ein».

Die Bevölkerung wird sich übrigens ein eigenes Bild von den umgenutzten Räumlichkeiten machen können. Am Samstag, 21. September, lädt der Verein Kinderburg Lostorf zu einem «Tag der offenen Tür» ein.