Egerkingen
Es herrschte «Wiesn»-Stimmung auf der Wiese

Das Oktoberfest beim Gäupark war eines der ersten in der Region – es findet bereits zum zehnten Mal statt.

Monika Kammermann
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Fesches Frauentrio (v.l.): Isabelle Camus (Kirchberg BE) Nadine Buache, Erika Bertschi (beide Jegensdorf BE)
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Mireille Steiner und Stephan Studer (Wangen bei Olten).
Ein Kellner mit mehreren Mass Bier in beiden Händen.
Das zehnte Oktoberfest beim Gäupark in Egerkingen.
Bernadette und Robert Studer (Dulliken, vom Engelberg-Effingen).
Renata und Markus Gisiger aus Winznau.
Daniel Spagni aus Langenthal und Sarah Riesen aus Aarburg auf dem Tanzparkett.
Die vier Frauen geniessen das Oktoberfest.
Es wird geschunkelt.
Tolle Stimmung am Oktoberfest.

Fesches Frauentrio (v.l.): Isabelle Camus (Kirchberg BE) Nadine Buache, Erika Bertschi (beide Jegensdorf BE)

Markus Müller

Der Herbst ist die Jahreszeit von Laub, Marroni, Kürbis und Nebels – doch nicht nur. Es ist auch die Saison des Oktoberfestes. Was in München seit über 180 Jahren nicht wegzudenken ist, erfreut sich in den vergangenen Jahren ausserhalb Bayerns immer grösserer Beliebtheit.

Es gibt Nachahmer wie zum Beispiel die «Wasen» in Stuttgart und auch zahlreiche Schweizer Oktoberfeste. Eines der ersten hier in der Region dürfte das «Gäupark Oktoberfest» sein, welches im Jahr 2004 erstmals auf dem Parkplatz vor dem Einkaufscenter stattfand.

Tradition ist gefragt

«Die Idee stammte ursprünglich vom Gäupark selber», erklärt Eventmanager André Brönnimann. Veranstalterin ist die Trend Fabrik GmbH aus Aarburg. Der Gäupark ist laut Centerleiter Benny Brückner der Hauptsponsor des Anlasses». Eigentlich seien es zwölf Ausgaben, wenn man die beiden Male in Oensingen dazu zähle. «Das Oktoberfest hier beim Gäupark hat sich bewährt», sagt Brönnimann.

Seit dem letzten Jahr findet das Fest nicht mehr auf dem Parkplatz, sondern auf der Wiese neben dem Kreisel statt. Das habe sich ebenfalls als gute Lösung erwiesen, so befinde man sich effektiv auf der «Wiesn», die von Stefan Fischer zur Verfügung gestellt wird. Man sei dankbar für die jeweils gute Zusammenarbeit, dazu gehöre auch die Gemeinde Egerkingen.

«Zurück zu den Wurzeln», lautet die Devise vom Veranstalter. «Wir wollen uns wieder mehr auf die Traditionen besinnen», erläutert der Eventmanager. In den vergangenen Jahren war man mit der Musik eher «poppig» unterwegs. Aus diesem Grund habe man für das zweite Wochenende vom 6. und 7. Oktober eine originale Münchner Band verpflichtet – die Notenhobler. Dies sehe man auch daran, dass alle Leute in der Oktoberfest-Tracht kommen.

Ein Fest fürs Volk

Blickt man durch die Publikumsmenge im ausverkauften Festzelt mit 980 Plätzen am letzten Samstagabend, sieht man vor allem eines: Frauen in Dirndl, Männer in Lederhosen. Nur vereinzelt entdeckt man Leute, die in normaler Kleidung unterwegs sind.

Und noch etwas fällt auf: Es ist Jung und Alt vertreten. Die Altersspanne ist so gross, wie sie eher selten anzutreffen ist. Man stellt fest: Das Oktoberfest ist ein Volksfest – eben ein Anlass für alle. Das dürfte einer der Gründe sein, warum das Oktoberfest so ein Publikumsmagnet ist.

Zwei Besucherinnen in den Zwanzigern finden es gar nicht so schlecht, dass das Fest bereits um 23 Uhr fertig ist: «Da geht man frühzeitig hin und ist nicht allzu spät Zuhause.» Eine 28-jährige Besucherin aus Härkingen erklärt mit einem Lachen, weshalb sie gerne ans Oktoberfest: «Damit ich mein Dirndl tragen kann.» Doch das allein ist nicht Motivation für sie. Es liege auch am Publikum sowie an der friedlichen, ausgelassenen Stimmung. «Man kann es auch als Nicht-Biertrinkerin geniessen. Ich mag Bier nicht besonders, aber hier gibt es zum Glück Weisswein», sagt sie zufrieden.

Das Tanzbein wird geschwungen

Ja, der Alkohol hat offenbar eine beschwingende Wirkung. Denn bereits um halb Acht stehen die meisten Leute im Zelt auf den Festbänken und schunkeln zu den Melodien, welche die Spatzen2000 aus Österreich zum Besten geben. Die Schweizer sind ja eher für ihre Zurückhaltung als ihre lockere Hüfte bekannt. Auch in den Zwischengängen wird fleissig getanzt, das Servicepersonal muss sich hie und da den Weg bahnen.

«Seit einigen Jahren engagieren wir eigene Leute für den Service», erklärt Brönnimann. Früher habe man Kellnerinnen aus Deutschland engagiert. «Unsere eigenen Leute machen das genauso gut», bestätigt der Eventmanager. Sie seien mittlerweile sehr erfahren und würden auch für andere Oktoberfeste engagiert.

Wer noch kein Ticket hat, kann sein Glück noch für dieses Wochenende versuchen. Es sei jeweils noch eine gewisse Anzahl an der Abendkasse erhältlich.

Oktoberfest Gäupark Freitag, 6. Oktober, und Samstag, 7. Oktober. Tickets im Vorverkauf und Abendkasse. Weitere Infos auf www.oktoberfest-gaeu.ch

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