Vor 27 Stimmberechtigten informierte Gemeinderat Thomas Mägli über den Fortschritt der Planungsphase bezüglich Abwasser. Der Anschluss an die Reinigungsanlage in Oensingen sei etwa gleich teuer wie eine Anpassung der bestehenden Infrastruktur an die neuen Vorschriften. Der Zweckverband verlange einen Grundsatzentscheid.

Falle dieser positiv aus, so wird der Antrag an sämtliche beteiligten Gemeinden weitergereicht, die dann ebenfalls über die Aufnahme von Welschenrohr befinden müssen. Kuno Eberhard von BSB+Partner bestätigte die Ausführungen Mäglis und lobte das Projekt als «beste Lösung». Der Entschluss über den grundsätzlichen Entscheid fiel einstimmig aus.

Steuersenkung in Sicht?

Wie bereits berichtet, konnte der Gemeinderat den Anwesenden einen Gewinn aus der laufenden Rechnung präsentieren. Die 60 000 Franken Ertragsüberschuss wurden vor allem durch eine positive Entwicklung bei den Steuereinnahmen, aber auch durch eine Dividende aus den Aktien der AEK generiert. Dies ist umso erfreulicher, da mit einem Verlust von fast 240 000 Franken gerechnet werden musste.

Der Gemeinderat beantragte, den Überschuss mit dem Bilanzfehlbetrag zu verrechnen, der sich so auf rund 10 000 Franken reduziert. Auch die Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfallbeseitigung machten Gewinn. Revisor Norbert Fink lobte die exakte Arbeitsweise der Verwaltung, was von der Versammlung mit Applaus verdankt wurde. Alle Nachtragskredite sowie die Rechnung wurden einstimmig genehmigt.

Gemeinderat Beat Allemann fiel die Finanzplanung schwer, da der kommende Finanzausgleich noch keine verlässlichen Prognosen zulässt. Grundsätzlich sollte die Gemeinde aber auf gutem Wege sein, sich ein kleines Polster aufbauen zu können. Die Frage aus dem Plenum, ob eine Steuersenkung in Zukunft in Erwägung gezogen werden könnte, wurde nicht gänzlich verneint.

Mit 26 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung wurde ferner das revidierte Baureglement verabschiedet. Dies, nachdem Fragen zur Kanalisierung des Wassers, welches auf dem Hausplatz anfällt, beantwortet waren.

Ja zum Darlehen Wärmeverbund

In verschiedenen Gebäuden der Gemeinde wie Schulanlagen oder Thalhofs steht eine Sanierung der Heizung an. Eine Arbeitsgruppe entwickelte ein Projekt zum Bau eines Wärmeverbunds. Dieses ist so weit fortgeschritten, dass über die Finanzierung befunden werden kann. Zur Verwaltung der Anlage schwebt dem Gemeinderat die Etablierung einer Genossenschaft vor. Diese soll von der Gemeinde ein Darlehen von einer Million Franken erhalten.

Der Zinssatz solle so sein, dass ein kleiner Gewinn resultiert. Das Darlehen sollte sich binnen 25 Jahren amortisieren. Jürg Uebelhart vertrat die Bürgergemeinde, welche dem Projekt ebenfalls sehr positiv gegenübersteht. Er lobte unter anderem die Verfügbarkeit des Brennmaterials. Anders als beim Heizöl wird dieses in der Region generiert, da die Verbundanlage mit Grünhäcksel befeuert würde.

Die Dimensionierung der Anlage lässt im Übrigen einen Anschluss der Privathaushalte zu, welche sich in unmittelbarer Nähe der wärmeleitenden Anschlüsse befinden. Das Darlehen wurde mit 26 Stimmen bei einer Enthaltung genehmigt. (sww)