Gemeindeversammlung

Ertragsüberschuss dank «juristischen Personen» in Laupersdorf

Laupersdorf.

Nur 14 Stimmberechtigte genehmigten an der Gemeindeversammlung einstimmig die Jahresrechnung 2018 der Einwohnergemeinde Laupersdorf.

«Der Ertragsüberschuss 2018 ist grösstenteils auf den erhöhten Steuerertrag zurückzuführen», sagte Gemeindeverwalter Stefan Schaad an der Gemeindeversammlung in Laupersdorf. Das Budget 2018 sah einen Ertragsüberschuss von 278'606 Franken vor. Die positive Abweichung zum Voranschlag beträgt 92'354 Franken. «Der Gesamt-Steuerertrag beläuft sich auf 4,4 Mio. Franken und übertrifft damit das Budget um 92'354 Franken. Zum hohen Steuerertrag haben insbesondere auch die Gemeindesteuern der juristischen Personen beigetragen», führte Schaad weiter aus. In Laupersdorf betrug der Steuersatz im Jahr 2018 für natürliche Personen 127 Prozent der einfachen Staatssteuer und für juristische Personen 105 Prozent.

Die Investitionsrechnung 2018 weist bei Ausgaben von 587'833 Franken und Einnahmen von 445'659 Franken eine Netto-Investitionssumme von 142'173 Franken auf. Budgetiert waren 202'400 Franken. Insgesamt genehmigte die Gemeindeversammlung fünf Nachtragskredite mit einer Gesamtsumme von 337'281 Franken. Die Löhne der Lehrpersonen der Primarschule fielen wegen Mutterschaftsurlaub und mehreren Stellvertretungen um 21'354 Franken höher aus. Weil mehr Schülerinnen und Schüler das obligatorische 11. Schuljahr an der Kantonsschule besuchten, resultierte bei der Entschädigung an den Kanton ein Mehraufwand von 25'110 Franken.

Bei der Überarbeitung der Quell- und Grundwasserschutzzonen gab es aufgrund der mehrjährigen aufwendigen Arbeiten Mehrkosten von 40'001 Franken. Ebenso fiel der Beitrag an den Zweckverband Sozialregion Thal-Gäu um 87'787 Franken höher aus. Wegen Wertberichtigungen auf Forderungen von Steuerguthaben (Delkredere – gefährdete Steuerguthaben) gab es Mehrkosten von 163'027 Franken.

Der Ertragsüberschuss wird als Einlage ins Eigenkapital verwendet, dadurch erhöht sich dieses auf neu 953'715 Franken. Die Bilanzsumme beträgt 8,9 Mio. Franken. Die Spezialfinanzierung Wasserversorgung schliesst nach Vornahme der gesetzlichen Mindestabschreibungen und der Einlage Werterhalt mit einem Ertragsüberschuss von 9108 Franken ab. Das zweckgebundene Eigenkapital erhöht sich nun auf 77'594 Franken. Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 102'814 Franken ab. Dadurch erhöht sich das zweckgebundene Eigenkapital auf 554'507 Franken. Ebenfalls mit einem Ertragsüberschuss von 9311 Franken schliesst die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung. Durch den Ertragsüberschuss wandelt sich der bisherige Bilanzfehlbetrag in ein Eigenkapital von 3835 Franken um.

Neues Friedhof-Reglement

Das bisher geltende Reglement stammt aus dem Jahr 1990. Nun hat die Kommission für öffentliche Bauten und Anlagen (OeBAK), Präsident Daniel Fluri, zusammen mit dem Gemeindeverwalter Stefan Schaad, das Reglement überarbeitet und der heutigen Zeit angepasst. Die Mindestgrabesruhe beträgt wie bisher 20 Jahre. Neu werden die Grabstätten in drei Kategorien eingeteilt: Kategorie 1 Reihengräber für Erdbestattungen; Kategorie 2 Reihengräber für Urnenbestattungen und Kategorie 3 Urnen-Gemeinschaftsgrab. Spezielle Kindergrabstätten gibt es nicht mehr.

Beim Gemeinschaftsgrab gelten bezüglich Grabschmuck und Beigaben besondere Regeln. Insbesondere sollten bei den Namensschildern kein Blumenschmuck oder andere Gegenstände hingelegt werden. Verwelkte Blumen oder auch Gegenstände dürfen von den Werkhof-Angestellten entfernt werden, wobei sie Sensibilität und das notwendige Fingerspitzengefühl walten lassen werden. Die Bevölkerung wird gebeten, das Reglement zu beachten und mit den Verantwortlichen bei Unklarheiten das Gespräch zu suchen.

Die Neufassung des Reglements wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt. Ebenso wurde eine Statutenänderung des Zweckverbandes der ARA Falkenstein bezüglich Finanzkompetenzen einstimmig genehmigt. Investitionen ab 1,5 Mio. Franken müssen in jeder Gemeinde bewilligt werden. Ebenso einstimmig genehmigt wurde von der Versammlung der Vertrag zur Führungsstruktur Bevölkerungsschutz Thal-Gäu bei Katastrophen und Notlagen und zur Zivilschutzregion zwischen den 18 Vertragsgemeinden.

Gemeindepräsident Edgar Kupper gab bekannt, dass der Gemeinderat Denise Meister-Stampfli (Aedermannsdorf) mit einem Pensum von 20 Prozent als neue Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung gewählt hat.

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