Sägesser-Stiftung

Erster Willi Sägesser-Preis ehrt freiwilliges Engagement

Margrit Buchwalder und Patrick Fluri sind die ersten Preisträger. Sie werden umrahmt von den Willi Sägesser-Stiftungsräten Ueli Brunner (l.) und Werner Hunziker (Präsident).

Margrit Buchwalder und Patrick Fluri sind die ersten Preisträger. Sie werden umrahmt von den Willi Sägesser-Stiftungsräten Ueli Brunner (l.) und Werner Hunziker (Präsident).

Mit der Verleihung des ersten Willi Sägesser-Preises ehrt die gleichnamige Oensinger Stiftung ehrenamtliches Engagement fürs Dorf

Eine kleine, aber feine Runde traf sich am Dienstagabend im Restaurant Post in Oensingen. Grund dafür war die erste Verleihung eines Anerkennungspreises für Freiwilligenarbeit der Willi Sägesser-Stiftung Oensingen.
Stiftungsratspräsident Werner Hunziker begrüsste insbesondere die Preisträger, um deren Identität es in den letzten Tagen in Oensingen zu vielen Spekulationen kam. «Es freut uns sehr, dass wir die Namen so lange geheim halten konnten».

Die Willi Sägesser-Stiftung hat in erster Linie das Anliegen, Personen aus Oensingen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen mit finanzieller Unterstützung zu helfen. Sie besitzt Mehrfamilienhaus in Oensingen, welches mietgünstige Wohnungen bereithält. Aus diesen Mieteinnahmen werden Vergabungen generiert. «Bereits rund 120 000 Franken hat die Stiftung an Unterstützungsbeiträgen gesprochen», erörterte Hunziker. «Nun wollen wir mit der Schaffung des Willi Sägesser-Anerkennungspreises Personen auszeichnen, welche viel für die Gesellschaft im Dorf geleistet haben - dies aber vorwiegend im Hintergrund tun. Wir meinen, solche ehrenamtliche und freiwillige Arbeit hat besonders in der heutigen Zeit einen enorm hohen Stellenwert, der auszeichnungswürdig ist.»
Der Anerkennungspreis, der künftig jährlich verliehen wird, soll auch ermuntern, selber auch freiwillig aktiv zu werden. Der Preis sei in der Regel mit 3000 Franken für Einzelpersonen und mit 5000 Franken für Gruppen dotiert, wurde gesagt. Allerdings werden maximal 10000 Franken pro Kalenderjahr ausbezahlt.

Der erfolgreiche Bauunternehmer verstarb 2011, 94-jährig.

Willi Sägesser, Stiftungsgründer

Der erfolgreiche Bauunternehmer verstarb 2011, 94-jährig.

Engagements für Frauen und für die Jungen

Werner Hunziker überreichte im Namen der Stiftung als Erster Margrit Buchwalder den Sägesser-Anerkennungspreis. Die gebürtige Laupersdörferin lebt seit 1977 in Oensingen, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Seit bald 15 Jahren ist sie Präsidentin der katholischen Frauengemeinschaft, die in Oensingen mit 170 Mitgliedern eine beachtliche Grösse ausweisen kann. Die Frauengemeinschaft führt - neben den diversen kirchlichen Anlässen - auch viele Aktivitäten durch, welche das Dorfleben bereichern. Erwähnt wurde die Seniorenweihnacht oder auch die Arbeit der Strickgruppe. Margrit Buchwalder ist auch am Zibelimäret, am Weihnachtsmarkt, bei der Interessengemeinschaft Raphbo und als Köchin bei Schullagern anzutreffen. «Besonders beliebt und legendär sind auch ihre selbst gemachten Vanille-Cornets, die sie zu verschiedensten Anlässen herstellt.» Sie sei immer bereit, mitzuhelfen, vor allem auch «mit der eigenen Hände Arbeit».

Als zweiter Preisträger stellte Hunziker Patrick Fluri, in ganz Oensingen unter dem Namen «Päddu» bekannt, vor. Auch er ist ein gebürtiger Thaler und zwar stammt er aus Herbetswil. Im Jahr 2004 liess er sich in Oensingen nieder und begann gleich, sich im Turnverein für die Jugi zu engagieren. «Seit nunmehr 22 Jahren leitet Päddu die Turnstunden der Jugi. Zudem ist er Coach Jugend und Sport beim TV Oensingen. Viele Jahre machte er auch im Vorstand des TV Oensingen mit und war und ist bis heute Initiant und Mitorganisator von polysportiven Anlässen in Oensingen.»

Sein jüngstes Engagement war die Schaffung der offenen Turnhalle am Sonntag für Kinder. Ein Angebot, das auf grosse Begeisterung gestossen ist und rege genutzt wird. «Päddu ist stets auch bereit, Schulen und anderen Organisationen in sportlichen Belangen hilfreich zur Seite zu stehen», schloss Hunziker.
Der Stiftungsrat freue sich, als erste Preisträger solch aussergewöhnliche Oensinger ehren zu können. Damit könne man im Dorf – nach den vielen Spekulationen – jetzt sagen: «Sie haben die Richtigen ausgewählt.»

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