Bereits ab 2030 soll auf dieser Teilstrecke ein digitalisiertes Gesamtlogistik-System für Paletten, Behälter und Pakete in Betrieb genommen werden, wie die CST am Donnerstag mitteilte. Das gesamte vollautomatisch betriebene Netz von Genf bis St. Gallen und von Basel bis Luzern mit rund 80 Hubs zum Ein- und Ausladen von Waren soll bis 2045 fertig gestellt werden.

Mobiliar, Coop und Migros gehören neben der Post, Swisscom, SBB Cargo und dem Energiekonzern BKW bereits zu den Hauptaktionären des Projekts. Für die Detailhändler gehe es um die Sicherstellung einer schnellen und effizienten Versorgung der Kundinnen und Kunden mit frischen Waren auch in Zukunft. Für die Versicherer sei die CST eine "aussichtsreiche Investition".

100 Millionen bis Ende Jahr

CST verhandle zur Zeit mit Investoren im In- und Ausland über weitere Investitionen im Umfang von 5 bis 20 Millionen Franken pro Partner, hiess es weiter. Die Investitionszusagen erfolgten in Abhängigkeit vom Inkrafttreten eines künftigen Cargo sous terrain-Gesetzes im Parlament.

Ziel ist es, die für die Baubewilligungsphase der ersten Teilstrecke notwendigen 100 Millionen Franken in diesem Jahr sicherzustellen. Der Bau der ersten Teilstrecke soll 3,5 Milliarden Franken kosten, für das gesamte System müssten 33 Milliarden Franken investiert werden.

Gemäss Mitteilung wird der Güterverkehr nach Prognosen des Bundes zwischen 2010 und 2040 um 37 Prozent zunehmen. Mit CST könnte der Güterverkehr in den Städten dereinst um 30 Prozent und der Lastwagenverkehr auf den Autobahnen um 40 Prozent reduziert werden. Dabei sollen kleine, unbemannte Transportfahrzeuge Waren zwischen den grossen Handelszentren transportieren.