Balsthal
Erste Balsthaler Linden werden bereits im Frühling ersetzt

Am Info-Gipfel(i) stellte Gesamtschulleiter Kuno Flury die heutige Schule vor. Theo Frei vom Kreisbauamt II erklärte, weshalb die Lindenallee erneuert werden muss. Gemeindepräsident Roland Stampfli orientierte über anstehende Projekte des Gemeinderates.

Peter wetzel
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Die kranken und alten Linden in der Lindenallee sollen ersetzt werden. bko

Die kranken und alten Linden in der Lindenallee sollen ersetzt werden. bko

BRUNO KISSLING

Theo Frei vom Kreisbauamt II informierte zu Beginn des Gipfel(i)s am Samstag über die geplante Neugestaltung der Balsthaler Lindenallee.

Man wolle die alten und zum Teil über 100-jährigen und kranken Linden der Allee in verschiedenen Etappen durch neue ersetzen. Diesen wolle man durch eine Rückversetzung mehr Platz geben, dabei werde das Trottoir etwas schmäler.

Bereits im Frühling werde mit der ersten Etappe begonnen. Auch der obere Teil des Strassenbelags der Lindenallee soll erneuert werden.

Mehr als die Kulturtechniken

Wer etwas über pädagogische Fachausdrücke wie Partnerunterricht, Teamteaching, Integration, Förderstufen oder spezielle Förderung erfahren wollte, war am Info-Gipfel(i) am richtigen Ort. Gesamtschulleiter Kuno Flury klärte und zeigte auf, weshalb die Bildung trotz Sparanstrengungen immer wieder finanzielle Mehrbelastungen auf sich nehmen muss.

Die Schüler werden nicht nur im Lesen, Schreiben und Rechnen gefördert, sagte der Gesamtschulleiter. Im heutigen Unterricht würden auch die sprachlichen, sozialen und musischen Fähigkeiten gefördert sowie der Umgang mit den modernen Kommunikationstechnologien. Der Kindergarten und die Primarschule umfassen 6 Kindergarten- und 18 Primarschulklassen mit insgesamt 530 Kindern. 62 Lehrpersonen unterrichten diese Kinder. An der Musikschule sind es 22 Musiklehrpersonen und 240 Musikschüler.

Altersgemischt im Inseli

Zur Integration sagte Flury: «Es ist normal, verschieden zu sein.» Unter Integration verstehe man das gemeinsame Unterrichten von allen Kindern einer Altersgruppe in Klassen des öffentlichen Schulsystems. Dabei werde Kindern mit besonderen Bedürfnissen begleitend die erforderliche pädagogi- sche, sonderpädagogische, therapeutische oder pflegerische Betreuung vor Ort bereitgestellt. Man verzichte dabei auf eine schulische Aussonderung. Als Besonderheit stellte der Schulleiter die sechs altersgemischten 1./2. Klassen des Schulhauses Inseli vor.

An den Schulen von Balsthal benötigen 26 Prozent der Schüler eine spezielle Förderung. «Das ist eine sehr grosse Zahl», so Flury. Dabei arbeite man in den Bereichen Sprachentwicklung/Logopädie, schulische Heilpädagogik, Deutsch als Zweitsprache, regionale Kleinklasse mit dem Ziel der Reintegration in die Regelklasse, Frühfremdsprachen für Zugezogene.

Weil die zeitlichen Ressourcen fehlen, komme die Begabtenförderung zu kurz, sagte Flury. Er wies darauf hin, dass in Balsthal vom Kindergarten bis zur 3. Klasse rund die Hälfte der Kinder Deutsch als Zweitsprache habe. Weiter berichtete Flury über Gewaltprävention und die gut angelaufene Seniorenhilfe.