Oensingen
Eröffnung der Inertstoffdeponie verzögert sich

Offene Fragen zwischen der Betreiberin der Deponie und der Bürgergemeinde verhindern die für 2017 geplante Inbetriebnahme.

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Blick über die Kiesgrube Aebisholz hin gegen den südlichen Rand und der gleichzeitig den Anfang der Inertstoffdeponie bildet.

Blick über die Kiesgrube Aebisholz hin gegen den südlichen Rand und der gleichzeitig den Anfang der Inertstoffdeponie bildet.

Bruno W. Heiniger

An der kürzlich abgehaltenen Bürgergemeindeversammlung wurde auch über den Stand der geplanten Inertstoffdeponie informiert. Während im Kieswerk Aebisholz noch rund während zehn Jahren (vor neuer Bewilligung) abgebaut werden kann, ist der Startzeitpunkt für die Inbetriebnahme der Inertstoffdeponie noch nicht klar.

An Standorten für solche Deponien, für deren Suche der Kanton zuständig ist, muss oft auch mit Einsprachen gerechnet werden. So wie das etwa bei der geplanten Erweiterung der Deponie im Attisholzwald auf dem Gebiet der beiden Gemeinden Riedholz und Flumenthal der Fall ist. Nicht so in Oensingen.

Das Bewilligungsverfahren hatte für den Standort Oensingen einen sehr guten und einsprachefreien Verlauf. Dies nicht zuletzt auch wegen der im Vorfeld getroffenen guten Vorbereitung und Abklärungen.

Erörtert wurde auch, was unter dem Begriff Inertstoff zu verstehen ist. Ein Inertabfall ist ein Abfall, der keinen wesentlichen physikalischen, chemischen oder biologischen Veränderungen unterliegt. Inertabfälle lösen sich nicht auf, sind nicht brennbar und bauen sich nicht biologisch ab.

Die Aufnahme des Betriebs der Inertstoffdeponie in Oensingen sollte eigentlich schon im kommenden Jahr erfolgen. Allerdings gibt es noch etlichen Klärungsbedarf in Bezug der Entschädigungsfrage zwischen der Vigier AG als Betreiberin und der Bürgergemeinde.

So lange diese Frage nicht geklärt sei, könne nicht gestartet werden und gleichzeitig stehe indirekt auch der Kanton mit dem Rücken zur Wand, wurde an der Versammlung erwähnt.
Auch die Roggenstrasse hält die Bürgergemeinde weiter auf Trab. Einerseits stehen Gespräche an mit dem Kanton im Zusammenhang mit dem betonierten zweiten Teilstück der Roggenstrasse, wofür erst im Nachhinein ein Baugesuch eingereicht wurde.

Dies schmälert die Aussichten für eine Bewilligung durch den Kanton für die Fertigstellung und Sanierung des obersten Strassenabschnittes, welche ebenfalls in Beton erfolgen sollte. Aufgrund verschiedener Differenzen sei es möglich, dass der noch bestehende Naturstrassenteil nicht nach den Vorstellungen der Bürgergemeinde realisiert werden könne. Dies hätte den Anfall von Unterhaltskosten zur Folge, wurde dazu bemerkt.

Angesprochen wurden auch die im nächsten Jahr anstehenden Gemeinderatswahlen. Mit Urs Bobst und Roland Sässeli werden zwei Bürgerräte nicht mehr zur Wahl antreten. An deren Stelle werden mit Rita Franzoni und Hansjörg Bobst die bisherigen Ersatzmitglieder auf die neue Amtszeit nachrücken. Weil das Ziel in der Besetzung des Bürgerrates stille Wahlen sind, gilt es somit die Ersatzmitglieder-Positionen noch zu ergänzen. (bwo)