Kestenholz
Erneuter Wechsel: Anita Kaufmann ist noch bis Ende Jahr Gemeinderätin

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Anita Kaufmann geht. (Archiv)

Anita Kaufmann geht. (Archiv)

Bruno Kissling

Kurz vor den Wahlen im April kommt es im Kestenholzer Gemeinderat erneut zu einem Rücktritt: Nachdem bereits im August Rafael Studer demissionierte, tritt nun auch die Gemeinderätin Anita Kaufmann per Ende Dezember ab. Das teilt die Gemeinde auf ihrer Website mit. «Mit ihr geht sehr viel Wissen verloren», sagt der Gemeindeschreiber, Marco Bürgi, auf Anfrage.

Ihr Rücktritt habe verschiedene Gründe, sagt Anita Kaufmann. Sie ist seit knapp 18 Jahren im Amt, acht davon als Vorsteherin des Ressorts Soziale Sicherheit und Gesundheit und die acht vergangenen Jahre im Bildungsressort. Seit 2013 ist sie ausserdem Gemeindevizepräsidentin. «Ich bin schon sehr lange dabei und wollte auf die nächste Legislatur hin zurücktreten», sagt sie. Ihre Demission per Ende Jahr hat sie aber bereits im Oktober eingereicht. Seither sei nämlich bekannt, dass ihr CVP-Parteikollege Jan Räber das Ressort übernehmen will. Er ist seit den Wahlen 2017 Ersatzmitglied im Gemeinderat.

Der verfrühte Wechsel hat seinen Grund: Rechnet man die bisherigen Demissionen dazu, werden im kommenden Jahr sieben der alten neun Gemeinderäte zurücktreten oder bereits ausgetauscht sein. Das bestätigt auch Gemeindeschreiber Bürgi. Somit wäre der neue Gemeinderat fast komplett mit unerfahrenen Räten besetzt. Damit das nicht passiert, habe Kaufmann ihren Nachfolger so gut wie möglich einarbeiten wollen. «Das Bildungsressort ist sehr anspruchsvoll», sagt Kaufmann. Seit dem Oktober nehme sie Jan Räber daher mit zu allen Treffen und arbeite ihn ein. «Auch nach meiner Demission werde ich ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.»

Wäre dieser grosse Wechsel nicht angestanden, hätte sie ihr Amt bis zum Ende der Legislatur weitergeführt. «Ich möchte nun Platz für Jüngere machen», sagt die 54-jährige Pflegefachfrau. Sie habe viele gute Begegnungen während ihrer Zeit als Gemeinderätin gehabt und viel gelernt. «Es war spannend, zu sehen, wie alles im Hintergrund funktioniert.» Jetzt sei es aber an der Zeit, aufzuhören. (gue)

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