Herbetswil

Er kehrte heim in sein geliebtes Gotteshaus

Roger Brunner liest die Messe anlässlich seiner Nachprimiz.

Roger Brunner liest die Messe anlässlich seiner Nachprimiz.

Der Priester Roger Brunner ist zwar Mümliswiler. Doch nicht nur. Das wurde bei der Feier zur Nachprimiz in Herbetswil deutlich.

Am 14. Juni dieses Jahres wurde der Mümliswiler Roger Brunner in Solothurn von Bischof Felix Gmür zum Priester geweiht. Da er seit seiner Kindheit einen starken Bezug zur Herbetswiler Kirche und Pfarrei hat, liess er es sich nicht nehmen, dort eine Nachprimiz zu feiern.

Die Feier wurde zu einem eindrücklichen Erlebnis, vor allem wegen der vielen gemeinsamen Erinnerungen, die immer wieder zum Vorschein kamen. Der Vizepräsident der Kirchgemeinde, Daniel Meister, erzählte einleitend, wie Roger Brunner schon als Kind oft in der Herbetswiler Kirche anzutreffen war.

Dem damaligen Organisten Peter Brotschi stand er zur Seite, um ihm die Seiten zu wenden. Später erlernte er selber das Orgelspiel und wurde Organist auf der Orgel, die ihm ans Herz gewachsen war. Er wusste den ausserordentlichen Klang der Orgel zu schätzen und einzuordnen, hatte er doch inzwischen eine Lehre als Orgelbauer absolviert.

Bezug zum Kirchenchor

Der Bezug zur Kirchenmusik schuf auch einen engen Bezug zum Herbetswiler Kirchenchor. Dieser beteiligte sich denn auch intensiv an der Nachprimizfeier mit der «Missa brevis Sancti Johannis de Deo», der «Kleinen Orgelmesse» von Joseph Haydn. Unterstützt wurde der Chor von einem Streichensemble und den Kolleginnen und Kollegen des Kirchenchors Neuendorf. Zur Kommunion genossen die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und –besucher ausserdem den eindrücklichen Sologesang von Anja Fluri.

Während Roger Brunners musikalische Qualitäten in Herbetswil schon länger bekannt waren, kamen in der Feier nun auch seine Qualitäten als Geistlicher zum Vorschein. Zusammen mit seinem Studienkollegen, Pfarrer Patrick Lier, zelebrierte er einen festlichen und eingängigen Gottesdienst. Es war offensichtlich, dass die Anwesenden bei der Predigt an den Lippen des Geistlichen hingen, dass er die Sprache der Leute sprach – und zwar nicht nur, weil die Predigt im gewohnten Thaler Dialekt gehalten wurde.

Die Kirchgemeinde liess es sich nicht nehmen, nach der Feier den jungen Pfarrherren aus eigenen Reihen mit einem Apéro zu feiern, umrahmt – wie könnte es in diesem Falle anders sein – von einem Platzkonzert des Musikvereins. (smh)

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