«Im Dorf war nichts mehr los», antwortet Walter Neuenschwander auf die Frage, wie denn der Club 30 entstanden sei. Nirgendwo mehr konnten er und seine Freunde seine Musik hören und dazu Billard spielen. Es sei schlichtweg langweilig gewesen. Daraufhin hat der heute 59-jährige Neuenschwander, der spätere Präsident, spontan einige Leute angefragt, etwas zu unternehmen, und die meisten hätten prompt zugesagt. Das war im 2002, als dann der Club zuerst unter dem Namen Interessengemeinschaft Kammfabrik beziehungsweise «IG Kammi» mit 15 Mitgliedern ins Leben gerufen wurde.

Frisches Blut kam hinzu

Damals wie heute treffen sich die Club-Mitglieder am Freitagabend und gehen auf Vereinsausflüge. Zuerst war man auf dem Gelände der Kammfabrik eingemietet. Seit 2009, das Jahr in dem der Club 30 offiziell als Verein gegründet wurde, ist der Club in Räumen in der Lobisei, welche Heinz Mägli gehören. Im Jahr zuvor stiessen dann auch einige Männer der etwas jüngeren Generation zum Club dazu. Inspiriert durch das frische Blut, entschied man sich, im 2009 erstmals einen Anlass für die Öffentlichkeit zu organisieren. «Und diese Party war sogleich ein voller Erfolg», so Tristan Verboom, eines der jüngeren Mitglieder und damaliger Mitorganisator.

Von da an führte man regelmässig zwei Partys im Jahr durch. Als Heinz Mägli 2010 Mümliswiler Obernarr war, fanden auch einige Fasnachtsanlässe im «Club» statt. «Als Verein sind wir klar nicht gewinnorientiert. Doch sind die Partys eine gute Einnahmequelle, um unsere Vereinsaktivitäten zu finanzieren», erläutert der seit 2012 amtierende Präsident, der 27-jährige David Eggenschwiler. Übrigens: Im Club 30 sind ausschliesslich Männer dabei.

«Riverside»: Am Ufer des Baches

Für das 10-Jahr-Jubiläum, welches letztes Jahr stattgefunden hat, habe man etwas Besonderes planen wollen. Schnell war die Idee zu einem Musik-Open-Air geboren, da auch der Club eine grosse Liebe zur Musik pflege. Ein Open Air in dieser Form hat es in Mümliswil-Ramiswil noch nie gegeben. Es mache Spass, so etwas für die Leute zu veranstalten, sind sich die Mitglieder einig. Und wer weiss, je nach Anklang werde ein zweites Open Air stattfinden.

Der organisatorische Aufwand sei riesig. «Jeder ist für sein Ressort verantwortlich. Alle packen engagiert und tatkräftig an, sonst wäre das nicht möglich», so OK-Mitglied des Riverside-Open-Airs Samuel Müller. Trotz des grossen Altersunterschieds im Club funktioniere die Organisation. «Riverside» – zu Deutsch: Flussufer – heisst das Open Air, weil das Gelände an das Ufer des Mümliswiler Bachs grenzt.

Redwood, Reto Burrell, Rozbub, Brö und die Bangkok Pisspots werden am Samstag, 6. Juli, am Riverside-Open-Air spielen. Jede Musikrichtung soll abgedeckt werden. «Wir wollen nicht nur eine bestimmte Publikumsgruppe ansprechen», so Müller, jede und jeder seien willkommen. Man wolle der Bevölkerung von Mümliswil-Ramiswil sowie Umgebung etwas Spezielles anbieten. Und mit Redwood ist dem Club sicherlich ein grosser Coup gelungen.

Riverside-Open-Air 6. Juli, Mümliswil, Lobisei. Tickets im Vorverkauf bei Käserei Mümliswil, Sporthus Balsthal (auch via E-Mail), www.club30.jimdo.ch