Die Ausstellung in der Alten Kirche in Härkingen vom 7. und 8. April steht ganz im Zeichen der Gäuer Kunstschaffenden. Monika Aerni, Claudia Brander, Josef Brunner, Franz-Josef Kissling, Ariane Lehmann, Franziska Näf, Paul Wyss, Rolf C. Wyss, Yvonne Wyss-Rohrer und Hanny Zihler zeigen ihre neusten Bilder und Objekte, und suchen während diesen zwei Tagen mit dem Publikum das Gespräch.

Für Besucher schafft diese Ausstellung die einmalige Möglichkeit, bekannte und auch weniger bekannte Kunstschaffende kennenlernen zu können, mit ihnen sogar in ein interessantes Gespräch kommen zu dürfen, über ihre Kunst, ihre Werke, die so viel persönliches über die Künstler aussagen.

Viele Hintergründe werden einem erst bewusst, wenn man mit dem Künstler oder der Künstlerin reden darf und wenn man Fragen stellen kann. Nur dank solchen Gesprächen macht man die Erfahrung, seinen eigenen Horizont auf eine persönliche Art zu erweitern.

Jeder hat eigene Handschrift

Die zehn Kunstschaffenden arbeiten ganz unterschiedlich, ihre Herkunft, ihr Wohnsitz und ihr Arbeitsgang in Sachen Kunst unterscheiden sich vom anderen, sodass der Besucher vergleichen kann. Zwar nicht in einem wertenden Sinne, sondern aus reinem Vergnügen an der Sache.

Wir finden abstrakte Kompositionen, die aus der Farbe, aus dem Lichtspiel heraus Akzente setzen. Dann auch solche, die einzelne figurative Motive im abstrakt gestalteten Raum darlegen, aber auch expressive, figurative Malereien und Zeichnungen, die jeden verzaubern.

Die Möglichkeit, sich künstlerisch auszudrücken, ist vielseitig, voller fantastischer Unterschiede und nimmt jeden aus dem Inhalt heraus gefangen. Man taucht ein in eine Welt, die immer auch mit dem eigenen Leben zu tun hat, und erkennt Sehnsüchte, Hoffnungen, manchmal auch ein Stück Melancholie oder Zurückgenommenheit, die berührt.

So darf man spüren, wie wichtig es ist, sich selbst für die Bildaussagen zu öffnen und die eigene Vorstellungskraft zu aktivieren. Im Gespräch mit den Kunstschaffenden gelingt das. Dadurch hat die Kunst etwas Sympathisches und Menschliches an sich.

Bildende Kunst macht neugierig

Kunst, gleich in welcher Sparte, geht uns alle etwas an. Sie bereichert unser Leben, unseren Alltag, schenkt Hoffnungen und macht uns auf das Leben neugierig. Gerade diese Neugierde ist es, die uns Menschen weiter trägt bis ins hohe Alter, denn erst, wenn man an keine neuen Dinge mehr glaubt, verliert man seinen Inhalt.

Die bildende Kunst ist dazu besonders programmiert, uns in ihren Bann zu ziehen, denn sie macht neugierig. Es geht nicht darum, vorab zu werten, sondern um die Suche nach Inhalten, nach Besonderheiten, nach Dingen, die manchmal im Alltag verloren gehen.

In diesem Sinne muss man dieses Wochenende die Alte Kirche Härkingen besuchen und sich daraus ein Vergnügen machen. Denn viele Aspekte werden neu eröffnet und schenken uns Vitalität und Lebensfreude.