31 Stimmberechtigte konnte Gemeindepräsident Stefan Müller zur Budgetgemeindeversammlung in Herbetswil begrüssen. Die Wasserrechnung wird aufgrund der hohen Investitionen der letzten Jahre durch sehr hohe Abschreibungen belastet.

Der Gemeinderat schlug den Stimmberechtigten vor, die Verbrauchsgebühr von 1.40 auf 2.20 Franken pro Kubikmeter und die Grundgebühr von 100 auf 120 Franken zu erhöhen. Gleichzeitig machte der Gemeinderat den Vorschlag, die Umweltgebühr um 30 Franken zu senken. Die Stimmberechtigten genehmigten diese Anpassungen der Gebührenreglemente einstimmig.

Gemeindebudget 2016

Finanzverwalterin Gabriela Huber erläuterte das Budget 2016, das erstmals nach der Rechnungsstellung von HRM2 erfolgte. Gleichzeitig tritt auch der neue Finanzausgleich des Kantons in Kraft. Es werden also nicht mehr Subventionen der Lehrerlöhne ausgerichtet, sondern eine Schülerpauschale.

Für Herbetswil, das stets eine hohe Subvention der Lehrerlöhne genoss, nun aber auch beim neuen Finanzausgleich wesentlich mehr erhält, bedeutet dies eine markante Umlagerung der Nettokosten hin zur Bildung. Unter dem Strich sieht das Budget einen Aufwandüberschuss von rund 45 000 Franken vor, vom Gemeindepräsidenten als «rote Null» bezeichnet.

Im 2016 sind die Sanierung der Nordfassade des Mehrzweckgebäudes und die Sanierung des Balkons der Abwartswohnung geplant. Die LED-Umstellung der Strassenbeleuchtung erfolgt schrittweise gemäss einem durch Fachleute ausgearbeiteten und durch den Gemeinderat verabschiedeten Konzept. Konkret wird 2016 die Strassenbeleuchtung der Haulenstrasse und des Fuchsackers auf LED umgestellt.

Bei gleichem Steuerfuss von 133 Prozent für natürliche und juristische Personen sind Steuereinnahmen von 1 140 000 Franken budgetiert.

Wohnung, Strassen, Leitungen

Nach dem Auszug der bisherigen Mieterin der Wohnung im alten Schulhaus besteht Sanierungsbedarf. Es ist geplant, einen bisher ungenutzten Raum in die Wohnung zu integrieren und damit die Wohnung aufzuwerten. Es wird mit Kosten von 100 000 Franken gerechnet.

Die Strasse Hinter Hammer wird verbreitert und im Perimeterverfahren abgerechnet. Es sind 175 000 Franken budgetiert, davon können 72 000 Franken weiterverrechnet werden.

Für die Sanierung der Brunnstube sind Planungskosten von 50 000 Franken vorgesehen.

Abwasserleitungen sanieren

Da die Gemeinde Welschenrohr dem Zweckverband ARA Falkenstein beitritt, müssen die Abwasserleitungen in einem guten Zustand der ARA übergeben werden können. Für die Sanierung der Abwasserleitungen sind 72 000 Franken und Subventionen von 24 000 Franken budgetiert. Netto werden somit 331 000 Franken investiert.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger folgten allen Anträgen des Gemeinderates und genehmigten sowohl das Budget wie auch die Beibehaltung des Steuerfusses von 133 Prozent ohne weitere Diskussionen einstimmig.

Einstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung auch die Aufnahme der Gemeinde Welschenrohr in den Zweckverband ARA Falkenstein.

Wärmeverbund

Stefan Müller orientierte über die Fortschritte beim Projekt Wärmeverbund. Der Wärmeverbund ist mittlerweile mit der Planung fortgeschritten, das Netz ist gezeichnet. Die Bauzeit für den Wärmeverbund ist im Jahr 2017 geplant, sodass für die Heizperiode 2017/2018 Wärme bezogen werden kann.

Wie so oft kam die intensivste Diskussion unter «Verschiedenes» auf: Die Bewohner der Berghöfe stören die unterschiedlichen Ansätze, die für die Schneeräumung im Dorf und auf dem Berg angesetzt werden. Müller erläuterte, dass unter Berücksichtigung aller Modalitäten diese Ansätze durchaus vergleichbar seien. Der Gemeinderat sei aber bereit, einen Antrag auf Erhöhung der Ansätze seitens der Berghöfe zu prüfen.