Oberbuchsiten
«Eine richtige, feste Bühne muss her»: Genossenschaft «Theater im Gäu» hat Grosses vor

Auf dem Schälismühle-Areal in Oberbuchsiten soll ein Theater für bis zu 150 Zuschauer entstehen. Initiantin des Projektes ist die Genossenschaft «Theater im Gäu».

Fränzi Zwahlen-Saner
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Bruno Kissling

Im Gäu, genauer in Oberbuchsiten neben der Schälismühle, soll ein Theaterneubau entstehen. Hinter diesem Vorhaben steht die Genossenschaft Theater im Gäu mit den Vorstandsmitgliedern Felix Jeanmaire, Präsident, Oberbuchsiten; Christoph Schwager, Härkingen; Karin Büttler, Laupersdorf; Heinrich Kissling, Oberbuchsiten, und Peter Brotschi, Niederbipp. Die Genossenschaft wurde am 27. Oktober dieses Jahres gegründet und 36 Genossenschafter tragen die Idee derzeit mit – weitere sollen folgen.

 Initiant Christoph Schwager.

Initiant Christoph Schwager.

Zur Verfügung gestellt

Am Donnerstag gingen die Initianten mit ihrem Vorhaben zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Theatermann Christoph Schwager begann: «Seit vier Jahren spielen die Gäuer Spielleute im Aussenbereich der Schälismühle Theater. Wir fühlen uns wohl hier, finden aber, eine richtige, feste Bühne muss her. Ich spürte in all den Jahren, in denen ich in der Region Thal, Gäu, Olten Theater mache, dass grundsätzlich ein grosses Interesse am Theater besteht.»

Die Auftrittsmöglichkeiten in der Schälismühle selbst seien halt begrenzt, was mit dem historischen Gebäude an sich zusammenhängt, erklärte der «Schälismüller» Heinrich Kissling.

 Initiant Christoph Schwager.

Initiant Christoph Schwager.

Zur Verfügung gestellt

Schwager wäre der Mieter

Zusammen mit Felix Jeanmaire hat Schwager den Theaterbau-Gedanken seit Monaten gewälzt, weiter verfolgt und schliesslich begeisterte Mitstreiter gefunden. Schwager weiter: «Falls diese Bühne Tatsache wird, habe ich vor, mein Theaterunternehmen ‹Schwager Theater› mitsamt dem Kursangebot von Olten nach Oberbuchsiten zu transferieren.»

Schwager würde Mieter des neuen Gebäudes werden, mit seinem Team in der gleichen Art weiterarbeiten und auch ein Kleintheaterprogramm bieten. «Damit hätte die Region Thal-Gäu-Bipperamt eine grössere Theaterbühne, die auch von anderen Theatergruppen oder von Schulen bespielt werden könnte», so der Theatermann. Der Bau wäre – zwischen Olten, Solothurn und Langenthal – gelegen, ob mit privatem oder öffentlichem Verkehr gut zu erreichen.

 Felix Jeanmaire

Felix Jeanmaire

Zur Verfügung gestellt

Felix Jeanmaire legte ein paar Planskizzen vor, wie das Theater aussehen könnte. Die zu bebauende Parzelle liegt in der Gewerbezone von Oberbuchsiten und umfasst 1440 m2, die aber nur zu einem Teil bebaut würden. «Vorgesehen ist ein dreistöckiges Gebäude mit einem Theatersaal für 100 bis zu 150 Personen. Dazu kommen Technik- und Infrastrukturräume.»

Jeanmaire schwebt ein modern konzipierter Industrie-Holzbau vor, der multifunktional genutzt werden kann. Parkmöglichkeiten wären ausreichend vorhanden, sagt er, auch wenn noch keine konkreten Plätze ausgeschieden wurden. Das betreffende Land gehört der Genossenschaft Schälismühle. Zum jetzigen Zeitpunkt bestünde eine Absichtserklärung der Genossenschaft, dass sie der neuen Genossenschaft Theater im Gäu das Land im Baurecht, zu den üblichen Konditionen zur Verfügung stellen würde.

Gäuer Spielleute: Einsteins Frauen
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Die Gäuer Spielleute bei den Proben zu «Einsteins Frauen»
Die Gäuer Spielleute bei den Proben zu «Einsteins Frauen»
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Die Gäuer Spielleute bei den Proben zu «Einsteins Frauen»
Die Gäuer Spielleute bei den Proben zu «Einsteins Frauen»
Die Gäuer Spielleute bei den Proben zu «Einsteins Frauen»
Unter der Leitung von Christoph Schwager führen die Gäuer Spielleute das Freilichttheater "Einsteins Frauen" auf.

Gäuer Spielleute: Einsteins Frauen

Bruno Kissling

Gretchenfrage Finanzierung

Bleibt die Frage der Finanzierung dieses Vorhabens. «Wir rechnen mit Gesamtkosten für den Bau von rund 3,6 Millionen Franken», sagte Jeanmaire gestern. Nun gilt es, die Region für das Vorhaben zu begeistern und neue Genossenschaftsmitglieder zu finden. «Wichtig wird das Fundraising werden», wurde erklärt. Tatsächlich sollen gut 2,6 Millionen Franken per Fundraising generiert werden, als Bankkredit sind 800'000 Franken geplant. Die restlichen rund 200'000 Franken sollen durch die Genossenschafter und durch Eigenleistungen aufgebracht werden.

Bisher habe man die Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu über das Projekt unterrichtet, sagte der Präsident, zudem sei man bei der Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, Eva Inversini, vorstellig geworden. «In baldiger Zukunft werden wir die Thaler Gemeindepräsidentenkonferenz sowie die Gemeinden des Bipperamtes informieren.»

Mit Sicherheit sei dies ein sehr ambitioniertes Projekt, sagte auch Karin Büttler aus Laupersdorf, die einige Jahre Präsidentin der DLG Dramatisch-literarischen Gesellschaft Balsthal war. «Doch ist es wichtig, sich für die Kultur in unserem Lebensraum einzusetzen und mitzuarbeiten, damit die Region neue Impulse bekommt.»

Und auch Peter Brotschi, pensionierter Lehrer aus Niederbipp, kann sich für das Vorhaben begeistern. «Auch wenn uns Kantonsgrenzen trennen, sind wir kulturell doch eine Region.»

Bis Ende 2018 soll die Anschubfinanzierung stehen; die Baueingabe soll Anfang 2019 erfolgen. Sodann könnte mit dem Bau begonnen werden. «Ideal wäre, wir könnten vor der Theatersaison 2020, also im Juli, das Theatergebäude in Betrieb nehmen», so Jeanmaire.

www.theaterimgaeu.ch