Härkingen
Eine LKW-Verkehrserhebung wird teuer

Wenn die Lastwagenfahrten durch Härkingen durch ein Ingenieursbüro erhebt werden, würde dies 20'000 Franken kosten. Das ist dem Gemeinderat zu teuer. Er versucht es auf eigene Faust.

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Machen die Lastwagen der Post so Lärm, oder sind es andere? (Archiv)

Machen die Lastwagen der Post so Lärm, oder sind es andere? (Archiv)

Erwin von Arb

Nach Reklamationen wegen nächtlichen Lastwagenfahrten vom Paketzentrum durch Härkingen ist der Fall im Gemeinderat klar: Es muss eine Verkehrserhebung durchgeführt werden. Die zentrale Frage lautet: Sind es die Post-Lastwagen, die für den nächtlichen Lärm verantwortlich sind oder sind es solche, die nicht für den gelben Riesen fahren?

Für die vorgesehene Erhebung wurde eine Offerte vom Oensinger Ingenieurbüro BSB eingeholt und diese sieht zwei Varianten vor: Entweder werden die LKWs und deren Nummernschilder durch Infrarotkameras aufgenommen. Oder Personen, die durch das Ingenieurbüro rekrutiert werden, protokollieren die durchfahrenden LKWs. Gemäss der Offerte belaufen sich die Kosten für beide Varianten auf je rund 20'000 Franken.

Nach Meinung des Gemeinderates ist dies zu viel. Die Idee des Rates lautet nun, intern, also in den Kommissionen, nach Leuten zu suchen, die eine solche Erhebung, mit entsprechender Entschädigung, durchführen würden.

Klar ist, die Messung soll während dreier Nächte von 22 Uhr bis 5 Uhr, also während dem Lastwagenfahrverbot, durchgeführt werden. Ausserdem sollen an zwei Orten Erhebungen durchgeführt werden: Im Industriegebiet sowie auch im Gebiet Usserdorf, wo die Lärmbelastung am höchsten sein soll. Die Werk und Umwelt Kommission, unter der Leitung von Gemeinderat Daniel Bloch, prüft das weitere Vorgehen. (rb)

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