Oensingen
«Eine Gewerbeausstellung ohne Zibelimäret – das geht nicht»

Die Vorbereitungen für Gewerbeausstellung sind voll im Gange.

Alois Winiger
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Gestern Nachmittag im Zelt für die Gewerbeausstellung: Zwei Mitarbeiter der Firma Bürgisser montieren die Standgerüste.

Gestern Nachmittag im Zelt für die Gewerbeausstellung: Zwei Mitarbeiter der Firma Bürgisser montieren die Standgerüste.

«Wir können uns nicht beklagen, das Interesse am Mitmachen an der Oensinger Gewerbeausstellung ist in den letzten Jahren konstant geblieben», sagt Jürg Perren, seit diesem Jahr Präsident des Oensinger Gewerbevereins. «Die Kombination mit dem Zibelimäret machts aus.» Dieser beginnt übermorgen Samstag um 12 Uhr und dauert bis am folgenden Montagabend. Während dieser Zeit werden sich 28 Aussteller aus der Gemeinde und der Region im Zelt beim Werkhof bzw. ehemaligen Schulhaus Unterdorf präsentieren. Einmal mehr übersteige die Anzahl Bewerbungen jene der zur Verfügung stehenden Plätze. «Diese werden verteilt nach Eingang der Anmeldungen.» Dass jene Firmen bevorzugt behandelt werden, die auch in weniger guten Zeiten mitgemacht haben, verstehe sich von selber.

«Es ist eine Ausstellung in überschaubarer Grösse und mit vertretbarem Aufwand zu realisieren. Daher machen unsere Leute auch mit», sagt Perren. Im Gegensatz zur geplanten Gewerbeausstellung Gäu 2015 in Neuendorf, die mangels Beteiligung abgesagt wurde (wir berichteten). «Man wird sie kaum vermissen.» In Oensingen sei das Interesse nicht gerade gross gewesen, wie eine Umfrage ergeben habe.

Keine eigentliche Beiz mehr

Wenn auch die Oensinger Gewerbeausstellung grundsätzlich gleich daherkommt wie letztes Jahr, eine leichte Änderung erfährt sie trotzdem: Ein eigentliches Restaurant gibts nicht mehr. «Es war vom Umsatz zu wenig interessant», begründet Perren. Oft seien die Leute einfach lange sitzen geblieben, neue Gäste fanden keinen Platz. Man habe aber eine Möglichkeit für eine Konsumation beibehalten können und zusammen mit dem Restaurant zur Lotus eine Lösung gefunden. Im «Gwärbegge» können Getränke und kleine Speisen an Stehtischen genossen werden.

Eine Schicksalsgemeinschaft

Dass sich die Gewerbeausstellung am Erfolg erfreuen kann, hat stark mit dem Erfolg des Zibelimärets zu tun. Die beiden sind zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengewachsen. Das OK Zibelimäret hat sich Gedanken zur Zukunft gemacht (wir berichteten): Was passiert, falls ein Teil des Unterdorfs umgestaltet wird, in dem sich das Herzstück des Anlasses befindet? Davon betroffen wäre folglich auch die Gewerbeausstellung. Denn der Platz, auf dem das Gewerbezelt jeweils steht, liegt mitten in einer Entwicklungszone. Zur Erinnerung: Über dem Gebiet im Dreieck Kestenholzstrasse, Kronengasse, Oltenstrasse liegt eine Planungszone mit Gültigkeit bis Anfang 2016. Im Dezember 2013 hat die Gemeindeversammlung einen Kredit von 350 000 Franken für einen Gestaltungsplan Entwicklungszone Unterdorf bewilligt.

Nicht unnötige Arbeit machen

«Wie die Kollegen vom Zibelimäret behalten wir den Verlauf der Planung selbstverständlich im Auge», sagt Jürg Perren. «Wir machen uns Gedanken, aber keine unnötige Arbeit. Die machen wir dann, wenn man etwas Genaueres darüber weiss, was geplant ist, und vor allem in welchem Zeitraum.»

Alternativstandorte, das müsse er zugeben, sehe er im Moment allerdings keinen. Er gehe aber davon aus, falls für die Gewerbeausstellung tatsächlich eine Züglete anstehen würde, dann wolle man unbedingt mit dem Zibelimäret zusammenbleiben. «Die Kombination ist nämlich super.»