Zu den Indikatoren: In Oensingen ist seit 2006 die Zahl der Einwohner um 22,4% auf 5832 gestiegen, die Zahl der Arbeitsplätze um 30,3% auf 4923. Die Zunahme der Arbeitsplätze ist überproportional, deshalb steigt auch die Zahl der Zupendler überproportional. Die Zahl der Wohneinheiten (Haushalte) nahm um 24,9% auf 2598 zu. Davon waren Ende Berichtsjahr rund 450 Wohneinheiten mit Minergie-Standard errichtet. Die Anzahl Personen pro Haushalt sank von 2,29 auf 2,24.

Verändert hat sich auch der Mix für Heizanlagen. 2012 gab es 50 ölbefeuerte Anlagen weniger, dagegen 39 erdgasbefeuerte mehr. Total wurden 171 Anlagen mit einem Brennwert-Kessel ausgerüstet. Die Wärmepumpen nahmen von 45 auf 122 Anlagen zu. Wärmequelle ist vorwiegend Luft, 11 Anlagen beziehen ihre Wärme aus dem Boden. Drei Anlagen werden mit Holzschnitzel befeuert, grösste Anlage ist die Heizzentrale der Fernwärme; nach seiner Fertigstellung wird auch die Zentrumsüberbauung Roggenpark dazukommen.

Ferner gibt es fünf grössere Pelletanlagen und über 400 Holzöfen oder Cheminée. Heute stehen noch 42 Elektroheizungen in Betrieb, die allmählich ersetzt werden müssen. Installiert sind 24 Sonnenkollektorenanlagen, die 34 Wohneinheiten mit Warmwasser beliefern und auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Ende 2012 waren 2000 Quadratmeter Fotovoltaikanlagen installiert.

Wärmedämmung zeigt Wirkung

Der Energieverbrauch hat sich im Zeitraum 2006-2012 wie folgt verändert: Heizöl, Haushalte minus 28,4%; Heizöl, Industrie, Gewerbe minus 21,2%; Erdgas minus 2,3%; Strom Haushalte plus 11,7%; Strom Industrie, Gewerbe plus 17,2%; öffentliche Beleuchtung minus 3,5%; Brennholz/Schnitzel plus 324%.

Die Energiebilanz (Verbrauch minus Produktion) beträgt für 2012 117,5 GWh (1 GWh = 1 Mio. kWh). Witterungskorrigiert und abgesehen von Bevölkerungs- und Arbeitsplatz-Zunahme fiel die spezielle Energiebilanz in den letzten sieben Jahren um 25,1%. Dieses Ergebnis zeigt die Wirkung der hohen Wärmedämmung bei neuen Wohnbauten und Sanierungen sowie die Effizienzsteigerung bei bestehenden Heizanlagen.

Die erneuerbare Energie beträgt 10,9 GWh oder 9,3% der Energiebilanz. Der Einsatz von Holz konnte dank der Fernwärme vervierfacht werden. Das Blockheizkraftwerk der Kompogas AG erzeugt aus Biogas und Klärgas Strom zur Einspeisung ins Netz und Wärme für die ARA Falkenstein. Grundwasser und Erdwärme bringen 1,06 GWh, die Solaranlagen (thermisch und elektrisch) 0,23 GWh. Die CO2-Emissionen betrugen 2012 in Oensingen ohne Verkehr 14 165 Tonnen oder 2,43 Tonnen pro Einwohner.

Energiebericht 2012 und Energiestatistik 2006-2012 auf www.oensingen.ch/publikationen