Lichtshows gibt es heutzutage immer öfter, doch im Kanton Solothurn wurde dies bis heute noch nie verwirklicht. Doch das ändert sich. Am Abend des 24. November wird ab 18.30 Uhr auf dem Kornhausplatz mitten in Balsthal eine 15-minütige Lichtshow an die Hauswand des Kornhauses projiziert.

Die Idee, dieses Vorhaben ins Leben zu rufen, hatte der Geschäftsführer des Hotels Balsthal, Peter Bigler. Er trat an die Verantwortlichen von «Kultur im Thal» und Galerie Rössli und man fand, das Vorhaben sei genial. «Es ist unser Anliegen, mit unseren Aktivitäten immer wieder mal die breite Öffentlichkeit mit einzubeziehen. So kam uns dieses Projekt entgegen», sagt Markus Egli, Präsident Kultur im Thal, einer Arbeitsgruppe des Vereins Region Thal.

Und auch Ueli Diener, Mitglied im Leitergremium der Galerie Rössli, die seit vielen Jahren neben dem Kornhaus im Hotel Rössli untergebracht ist, ergänzt: «Das Thal soll wieder einmal von seinen schönsten Seiten beleuchtet werden.» Man besprach sich mit Peter Jeker, der als künstlerischer Berater für die Galerie Rössli tätig ist, und dieser hatte dann die Idee, für die Lichtshow Ansichten aus dem Thal aus der Zeit der Romantik (ca. 1770–1840) aufleuchten zu lassen.

Ein wichtiges Werk der Epoche: «Die Bärenhöhle von Welschenrohr» von C. Wolf.

Ein wichtiges Werk der Epoche: «Die Bärenhöhle von Welschenrohr» von C. Wolf.

«Kleinmeister» ganz gross

«Es sind alles Bilder der sogenannten Kleinmeister, die in jener Zeit mit Staffelei und Pinsel in der Landschaft unterwegs waren, um das zu zeichnen und zu malen, was sie sahen», erklärt Jeker. Es war eine turbulente Zeit vor gut 150 Jahren, in der die Sehnsucht nach der Idylle gross und in der die Fotografie noch nicht erfunden war. Jeker hat aus den verschiedenen Bildern die imginäre Reise «Tore nach Balsthal» zusammengestellt.

Zu sehen sind Thaler Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Auffälliges und Merkwürdiges – vieles, was einem Reisenden damals auffiel. Gezeigt werden insgesamt 27 Projektionen, unter anderem von Peter Birrmann, Franz Graff, Caspar Wolf, Caspar Wyss. Dazu wird ein passender Text eingespielt, den Peter Jeker ebenfalls erarbeitet hat.

Die technisch-digitale Umsetzung wurde der Firma MAG-Design in Bern übergeben, welche im letzten Jahr mit einer Lichtshow in der Stadt Murten für Aufsehen sorgte. «Mit der gezielten Auswahl der romantischen Kunstwerke soll ein Stück Thaler Kunstgeschichte nachgezeichnet werden», so Jeker. Bei gutem Echo könnte eine solche Lichtinstallation auch im kommenden Jahr wieder realisiert werden.

Lichtanimationen von 24. November bis 17. Dezember. Projektion mehrmals mit 15 Minuten Dauer am Do-, Fr- und Sa-Abend 18.30 bis 20.30 Uhr.