Mit Freude hat der Gemeindepräsident zur Kenntnis genommen, dass über 30 Personen an der Gemeindeversammlung anwesend waren. Im Zentrum stand die Gemeinderechnung 2014. Erfreulicherweise schliesst sie mit einem Ertragsüberschuss von 477 208 Franken ab – dies im Gegensatz zum Defizit von über 264 800 Franken im Voranschlag. Gründe für dieses erfreuliche Ergebnis sind höhere Steuereinnahmen sowie geringere Abschreibungen.

Ausserordentlich war der rekordverdächtige Ertragsüberschuss der Forstwirtschaft mit 111 980 Franken. Sämtliche Nachtragskredite, die Investitionsrechnung und die Rechnung der Forstbetriebsgemeinschaft Laupersdorf-Matzendorf wurden von der Versammlung genehmigt. Laut Antrag des Gemeinderates werden vom Ertragsüberschuss 450 000 für zusätzliche Abschreibungen verwendet, 27 208 Franken dem Eigenkapital zugewiesen.

Vorteile des Forstbetriebs

Gutgeheissen wurden ferner die Statuten (ab 2016) für die neue öffentliche-rechtliche Unternehmung Forstbetrieb Mittleres Thal. Gastreferent Lorenz Bader erläuterte die Vorteile eines solchen Konstrukts. Vor allem gehe es darum, erhöhte Haftungsrisiken zu minimieren. Mit der Bildung der eigenen Rechtspersönlichkeit sei nun auch die Prozessfähigkeit gegeben. 

Auch die Bildung von Eigenkapital sei nun möglich und die Kreditwürdigkeit zudem nicht mehr so eingeschränkt. Der Sitz der Unternehmung sei in Laupersdorf, den Vorstand bilden je drei Vertreter pro Gemeinde und der Kreisförster. Dieser Vorstand genehmige das Budget und berate die Jahresrechnung. Auch hier eine Vereinfachung, müsse doch nur noch eine Rechnung geführt werden.

Sorge tragen zu den Zähnen

Auch das Schulzahnpflegereglement wurde entschlackt und verdeutlicht. Die Versammlung stimmte zu, dass die zahnprophylaktischen Massnahmen sowie die einmal jährlich durchgeführte Kontrolluntersuchung zu Lasten der Gemeinde geht. Wobei für die Kontrolluntersuchung ein Maximalbetrag vorgesehen ist. Beiträge für die Kieferorthopädie werden nur nach einer speziellen Matrix ausbezahlt. Die Rückvergütung richtet sich da an den zu bezahlenden Staatssteuern. Vor Ausrichtung von Gemeindebeiträgen sind sämtliche Finanzierungen durch Dritte von den Erziehungsberechtigten einzuholen.

Über die Sanierung des Flachdaches Sekundarschulhaus informierte Kevin Kissling. Das alte Kunststoffdach sei grösstenteils undicht und müsse deshalb saniert werden. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich vom 20. Juli bis am 18. September und würden den Schulbetrieb nicht gross beeinträchtigen. Der Kostenvoranschlag werde mit der jetzigen Kostenzusammenstellung von 338 500 Franken eingehalten.

Container wieder da

Schliesslich informierte Andreas Riser über die aktuellen Geschehnisse in der Jugendarbeit. Aufgrund der positiven Erfahrungen und den guten Rückmeldungen im 2014 habe man entschieden, auch dieses Jahr mit einem Container an der Gartenstrasse temporär einen mobilen Jugendtreff zu installieren. Dies in Absprache mit den Anwohnerinnen und Anwohner. Voraussichtlich bleibe der Container bis zum 14 September dort stehen.

Die Jugendlichen können ihn kostenlos nutzen, werden als Gegenleistung aber bemüht sein, die Bushaltestelle sauber zu halten. Bisher funktioniere das Projekt hervorragend. Es sei ein Ort, an dem ein generationenübergreifender Dialog möglich sei. Die Bevölkerung sei eingeladen, die Jugendlichen an ihrem temporären Treff zu besuchen.