Sichtlich erfreut konnte am Samstagabend Christian Kunz, Präsident der Musikgesellschaft Oensingen, die Gäste im vollbesetzten Bienkensaal zum Frühlingskonzert begrüssen und das Publikum auf einen gemütlichen Konzertabend einstimmen.

Eröffnet wurde das Konzert durch die Young Concert-Band Oensingen-Kestenholz unter der Leitung von Roger Meier. Für ihre tollen Vorträge «Olympic Spirit» von John Williams, «Cry of the Falcon» von Kevin Houben und «Der weisse Zehnden» von Tobias Salzgeber wurde die Band vom begeisterten Publikum mit grossem Applaus belohnt. Mit dem gleichen Programm tritt die YCB am kommenden Sonntag am Kantonalen Jugendmusikfest in Grenchen an und freut sich darauf, dabei von vielen mitreisenden Fans unterstützt zu werden.

Als Motto für ihren Konzertteil hatte die Musikgesellschaft Oensingen «wo warst du, als …» gewählt. Dazu hatte sie mit Dirigent Markus Linder Stücke einstudiert, die sie in den 25 Jahren ihres gemeinsamen Musizierens schon einmal an einem Konzert gespielt hatte. Und so nahm dann Moderatorin Tanja Baumberger bei ihren Ansagen auch immer Bezug auf Ereignisse, die im jeweiligen Aufführungs-Jahr die Welt und die MGO bewegt hatten.

Von Rossini bis Stevie Wonder

Mit «Fanfare and Flourishes» von James Curnow startete die MGO in ihr Programm. Dieser furiosen Eröffnung liess sie ein Stück folgen, das vor ziemlich genau 200 Jahren in der Mailänder Scala zum ersten Mal erklang: Die Ouvertüre zur Oper «La Gazza Ladra» (Die diebische Elster) von Gioacchino Rossini. Nach diesem musikalischen Ausflug nach Italien boten die Musikantinnen und Musikanten ihrem Publikum einen kurzen Aufenthalt im Engadin. In «Yellow Mountains» schildert Jacob de Haan einen herbstlichen Tag mit seinen leuchtenden Farben im noch ruhigen Tal, bevor beim ersten Schnee wieder ganze Horden von Touristen das Gebiet in Beschlag nehmen. Mit den markanten Klängen der «Festmusik der Stadt Wien» von Richard Strauss verabschiedete sich die MGO dann in die Pause.

Mit einem Medley der bekanntesten Melodien aus dem Musical «Grease» meldeten sich die Musikantinnen und Musikanten nach der Pause zurück und zauberten dann mit «Ticket to Ride» von John Lennon und Paul McCartney musikalische Bilder einer Zugfahrt mit einer alten Dampf-Lok auf die Bühne. Die weltbekannte «Bohemian Rhapsody» von Freddie Mercury und der Filmmusik zu «Back to the Future» von Alan Silvestri sollte das Konzert eigentlich ausklingen. Aber da war das begeisterte Publikum ganz anderer Meinung und verlangte mit viel Applaus nach Zugaben. Diese wurden auch gerne gewährt. Und so erklangen im Bienkensaal noch «Sir Duke», eine musikalische Ehrerbietung von Stevie Wonder an seinen Freund, den grossen Duke Ellington, und schon fast traditionsgemäss der Solothurner-Marsch von Stephan Jäggi.