Egerkingen
Ein Konzert zu Ehren des Schutzpatrons Martin

Das Trio flautarco gastiert am Martinstag in der katholischen Kirche in Egerkingen.

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Zur Verfügung gestellt

Die katholische Kirchgemeinde Egerkingen gedenkt am Sonntag, 12. November, dem Schutzparton der St.-Martins-Kirche mit einem besinnlichen Konzert. Dargeboten wird dieses vom Trio flautarco, das die Zuhörerinnen und Zuhörer auch auf die Adventszeit einstimmen möchte.

Flötistin Barbara Junker, Violinistin Franziska von Arb und Cellist Rolf Bögli haben wiederum die Harfenistin Praxedis Hug eingeladen. Die gebürtige Zugerin studierte Klavier bei Cécile Hux und Harfe bei Emmy Hürlimann. 1979 schloss sie mit Diplom am Konservatorium in Zürich ab und führte ihr Studium in England weiter. Früher konzertierte sie als Pianistin, jetzt tritt sie seit Jahren als Harfenistin solistisch und in verschiedenen renommierten Ensembles auf.

Auftakt mit Valentinis «Triosonate»

Das Konzert wird mit der «Triosonate in D-Dur» von Guiseppe Valentini eröffnet. Die Sonate beinhaltet die Sätze Andante è Staccato, Allegro, Adagio und Allegro. Guiseppe Valentini wurde 1681 in Florenz geboren und starb 1753 in Rom. Die zu hörende Sonate in D-Dur ist original für zwei Flöten und Continuo geschrieben. Er versuchte, durch Originalität und überraschende musikalische Gedanken seine Hörer zu faszinieren.

Anschliessend folgt das «Concerto opus 1 Nummer 1» von Johann Christian Bach. Er war der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach. Bis 1760 komponierte Bach neben Instrumentalwerken für das Privatorchester seines gräflichen Gönners vor allem Kirchenmusik. Von besonderer musikhistorischer Bedeutung ist die Begegnung mit Mozart. Mozart, damals 8-jährig, musizierte 1764 in London mit ihm.

Die «Triosonate» von Christoph Willibald Gluck in A-Dur folgt anschliessend. Gluck (1714-1784) war ein deutscher Komponist der Vorklassik. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war damals vergleichbar umjubelt wie Händel, Mozart oder Wagner.

Die Sonate besteht aus Andante, Allegro und Minuetto affettuoso. Im Programm geht weiter mit dem «Trio Nummer 2 in G–Dur» von Carl Stamitz. Sein kompositorischer Nachlass ist enorm. Er schrieb etwa 50 Sinfonien, 38 konzertante Sinfonien, deren Typus Mozart übernahm, an die 60 Konzerte für Violine, Viola, Flöte, Klarinette, Fagott und Bassetthorn, sowie vom Quintett bis zum Duo eine Fülle an Kammermusik, deren melodischem Liebreiz sich kein Musizierender entziehen kann.

Gut 42 Trios sind von Stamitz in Drucken überliefert, fast ausnahmslos in der Standartbesetzung von zwei Violinen im Wechsel mit Flöten und Violoncello. Das zu hörende Trio umfasst die Sätze Allegro, Andante moderato und Rondo Allegretto.

Vivald-Varitionen zum Schluss

Es folgt die «Sonate à tre» von Carlo Tessarini. Er stammte aus einer Seefahrerfamilie. Man vermutet, dass er seine musikalische Ausbildung im venezianischen Umfeld, eventuell als Schüler von Antonio Vivaldi bekam. In der «Sonate à tre» hört man einige Einflüsse Vivaldis.

Sie umfasst die Sätze Allegro, Andante molto espressivo und Allegro vivace. Zum Schluss erklingt von Antonio Vivaldi das «Concerto in D–Dur», original für Flöte, Violine und Basso Continuo geschrieben. Bekannte Passagen aus den berühmten «Die vier Jahreszeiten sind heraus hören. Das Werk besteht aus den Sätzen Allegro, Andante und Allegro. (rbob)

Konzert Kirche St. Martin Egerkingen
So. 12. Nov, 17 Uhr. Freier Eintritt, Kollekte