Sonntagabend, das Innere der Kirche verdunkelt sich. Die Stimmen werden leiser und im Chor ertönt das Lied «Pound the Streets», welches von der Spielgemeinschaft der MG Oberbuchsiten und MG Kestenholz angestimmt wird.

Die Bänke der Kirche Oberbuchsiten waren bis auf den letzten Platz besetzt. Seit gut zwei Jahren spielen die beiden Musikgesellschaften Konkordia Oberbuchsiten und Eintracht Kestenholz als Spielgemeinschaft zusammen. Als Gäste waren diesmal alle Chöre aus Oberbuchsiten geladen, welche ihr Können ebenfalls zum Besten geben durften. Es sind dies der Männerchor, der Kirchenchor sowie die Formation Alcanto. Dirigiert wurden die Musikantinnen und Musikanten von Thomas Maritz.

Eine neue Erfahrung

Für dieses Jahr wurde mit den Chören aus Oberbuchsiten ein Konzert der Extraklasse einstudiert. Zu Beginn des Abends präsentierte die Spielgemeinschaft drei Musikstücke. Beim zweiten Stück, «Carrickfergus», gab Solist Matthias Lederer am Euphonium sein Können zum Besten. Als Nächstes präsentierte der Alcanto-Chor mit «Happy Charleston», «Ramalama Ding Dong» und «Haleluja» drei Lieder aus seinem Repertoire. Der Kirchenchor eröffnete seine Darbietung mit dem Song «Top of the world» von «The Carpenters». Auch für die Sängerinnen und Sänger dieses Chores war das Gemeinschaftskonzert eine neue Erfahrung. Normalerweise singen sie auf der Empore und nicht «im Chor».

Es fehlte nun noch die Darbietung des Männerchors. Die Sänger aus Oberbuchsiten präsentierten mit «Irgendwann bleib i dann dort» und «Fürstenfeld» zwei Stücke der österreichischen Gruppe S.T.S. Begleitet wurden sie von einem Euphonium, einer Trompete und einer Gitarre. Nach knapp einer Stunde setzte die Spielgemeinschaft zusammen mit den Chören zum fulminanten Schlussbouquet an.

Nicht nur die Gastauftritte aller drei Chöre sollten speziell werden, sondern auch das gemeinsame Auftreten aller Beteiligten. Das gab es in dieser Form noch nie. Mit «No matter what» und «When you believe» wurde am Schluss zu einem richtigen «Feuerwerk» angesetzt. Eine Standing Ovation war der Lohn dafür.

Oskar Blätter, Sänger des Männerchors (1. Bass) erzählt begeistert: «So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Standing Ovation ist die Bestätigung, dass es auch den Besucherinnen und Besuchern sehr gut gefallen hat.» Dies sagte auch Kevin Ricklin aus Oberbuchsiten, welcher als Gast anwesend war: «Den Männerchor habe ich auch schon gesehen. Ein Konzert mit einer solchen Kombination ist für mich aber neu. Mir hat es sehr gut gefallen. Vor allem die Transformation von Pop-Songs in einen Chor finde ich sehr stark.» Auf die Frage, ob er bei einem solchen Konzert wieder dabei sein würde, antwortet er: «Jederzeit».