Mümliswil

Ein Knaller – auch ohne K.o.

Die Spielerinnen und Spieler um Regisseur Ernst Bader (vorne Mitte) sorgen in Mümliswil für Neujahrsunterhaltung.

Die Spielerinnen und Spieler um Regisseur Ernst Bader (vorne Mitte) sorgen in Mümliswil für Neujahrsunterhaltung.

Die Theatergruppe der «Konkordia» Mümliswil bringt das Stück «De Meischterboxer» auf die Bühne.

Das Neujahr ist in vielen Guldentaler Agenden dick angestrichen. Denn dann sorgt die «Konkordia» Mümliswil stets für hochstehende Unterhaltung – abwechselnd mit einem glanzvollen Neujahrskonzert oder einem unterhaltsamen Theaterstück. So auch in wenigen Tagen.

Erfahrene Truppe am Werk

Am 1. Januar gelangt in der Aula Brühl der dreiteilige Schwank «De Meischterboxer» von Otto Schwartz und Carl Mathern in einer Dialektfassung von Oskar Stäger zur Aufführung.

Für die Regie zeichnet Ernst Bader verantwortlich. Bader, der seit seinem 14. Lebensjahr auf der Bühne steht und sich auch mit seinem ihm eigenen, natürlichen Schalk auszeichnet, treibt seine Spielleute zu Höchstleistungen an. «‹De Meischterboxer› wurde von uns vor 27 Jahren schon einmal aufgeführt und ist immer wieder ein echter Knaller», so Bader bei einem Probenbesuch.

Doch das Fingerspitzengefühl und die Erfahrung der Regie reichen nicht aus, wenn den Theaterspielern das komödiantische Gen fehlt. Doch keine Angst – alle Akteure haben dieses spezielle Gen. «Die müssen sich gar nicht gross verstellen – die sind genauso wie im richtigen Leben», meinte ein ebenfalls anwesender Probenbesucher schmunzelnd.

Gags – Schlag auf Schlag

«De Meischterboxer» ist ein Klassiker auf heimischen Theaterbühnen. Unternehmer Friedrich Breitenbach wird von seiner Angetrauten an der kurzen Leine gehalten. Die von ihr aufgetischte gesunde und karge Kost hängt dem arg gebeutelten Breitenbach schon lange zum Hals raus.

Um trotzdem Bier und Schweinebraten zu frönen, erzählt er seiner Frau Adelheid, dass er jetzt Boxer sei und mehrere Male pro Woche ins Training und auch zu wichtigen Boxturnieren müsse. Und da solche Eskapaden nur zu zweit lustig sind, überredet er seinen Kumpel Biberli, ebenfalls dem «Sportklub» beizutreten.

Doch es kommt, wie es kommen muss: Der Schwindel droht aufzufliegen, als der echte Meisterboxer Breitenbach zu einem wichtigen Kampf in die Stadt kommt. Natürlich will Adelheid Breitenbach ihren Helden Friedrich im Boxring sehen. Derweilen macht die Tochter des Hauses Bekanntschaft mit dem echten Boxmeister. Die Verwirrungen und Ausreden steigern sich ins Absurde. Die Gags folgen sich Schlag auf Schlag.

«De Meischterboxer»: Donnerstag, 1. Januar 2015, 19.30 Uhr; Samstag, 3. Januar, 2015, 19.30 Uhr; Sonntag, 4. Januar 2015, 13.30 Uhr. Vorverkauf: Montag, Mittwoch und Freitag jeweils 17 bis 20 Uhr, Heidi Probst, Telefon 062 391 13 79.

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