Laupersdorf
«Ein Jäger muss Verantwortung übernehmen»

Die Vereinigung der Thaler Jagdgesellschaften hielt die 51. Hubertusfeier ab.

Rudolf Schnyder
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V.l: Franz Koch, Präsident der Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften, mit Regierungsrätin Esther Gassler und Kurt Altermatt, Präsident RevierJagd Solothurn.

V.l: Franz Koch, Präsident der Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften, mit Regierungsrätin Esther Gassler und Kurt Altermatt, Präsident RevierJagd Solothurn.

Rudolf Schnyder

340 Jägerinnen und Jäger aus zwölf Jagdgesellschaften aus dem Bezirk Thal und den Gemeinden Oensingen und Oberbuchsiten sowie geladene Gäste trafen sich in Laupersdorf zur 51. Hubertusfeier der Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften (VTJ). Organisiert wurde der Anlass in diesem Jahr von der Jagdgesellschaft Sonnenberg Laupersdorf, Revier 30, deren Präsident ist Josef Walpert, als OK-Präsident amtete Josef Goetschi.

Vorerst wurde in der mit Tannenbäumen und einem prächtigen Hirsch geschmückten Pfarrkirche St. Pankratius in Matzendorf (die Kirche in Laupersdorf wird derzeit innen renoviert) der Hubertus-Gottesdienst gefeiert, der von Pastoralassistent Fabian Schäuble zelebriert wurde.

Er erinnerte an den Schutzpatron Hubertus und pries ihn als Vorbild und Fürsprecher für die Jägerinnen und Jäger. «Ein Jäger muss vorausschauend handeln und Verantwortung übernehmen. Jeder von uns hat Talente bekommen. Um ein guter Jäger zu sein, braucht es vielfältige Talente», erwähnte Fabian Schäuble.

Die Jagdhorn-Bläsergruppe Thal (Leitung: Wolfgang Lisibach) bewies mit ihren imposanten Klängen auf den Fürst-Pless- und Parforce-Hörnern ihr Können. Bei der Totenehrung wurde dem verstorbenen Jagd-Kameraden Paul Eggenschwiler-Bieli, Revier 29, Aedermannsdorf, gedacht. Das Solothurner Jägerchörli sang das Jodellied «Uf dr Gämsjagd».

«Brauchtum findet Anklang»

Die eigentliche Feier mit dem Aser aus der Küche des Restaurants Sonne Laupersdorf fand in der Mehrzweckhalle Kreuzacker in Laupersdorf statt. Franz Koch, Präsident der VTJ, begrüsste besonders Regierungsrätin Esther Gassler, die Nationalräte Christian Imark und Stefan Müller-Altermatt, einige Kantonsräte aus der Region Thal-Gäu, Stephan Berger, Vorsteher des Oberamtes Thal-Gäu, Kurt Altermatt, Präsident RevierJagd Solothurn, Kantonstierärztin Doris Bürgi Tschan und das Gründungsmitglied der VTJ, Kuno Fluri (Solothurn).

«Die Jagd ist von Veränderungen nicht ausgenommen. Was wir aber durchaus feststellen dürfen, ist der Umstand, dass unser Handwerk, unsere Traditionen und unser Brauchtum sehr grossen Anklang bei der Bevölkerung finden», berichtete Franz Koch.

Natürliche Ressourcen schonen

Regierungsrätin Esther Gassler überbrachte die Grüsse der Solothurner Regierung. «Der Kantonsrat hat diese Woche das total revidierte Jagdgesetz beraten und dem neuen Gesetz ohne Gegenstimmen zugestimmt. Somit konnten wir die Früchte unserer grossen Arbeit ernten», berichtete Esther Gassler erfreut.

Eigentlich hatte sie diese Zustimmung des Parlaments ohne Gegenstimmen so nicht erwartet. «Heute werden von den Jägern die schonende Nutzung von natürlichen Ressourcen und der Erhalt unserer Kulturlandschaft verlangt. Die moderne Jagd bezweckt den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt und hilft mit, Wildschäden auf ein tragbares Mass zu beschränken», führte Esther Gassler aus.

Der Laupersdörfer Gemeindepräsident und Kantonsrat Edgar Kupper gab seiner Freude Ausdruck über die vielen anwesenden naturverbundenen Leute, die mit der Hubertusfeier die christliche Tradition pflegen würden. Serge Allemann führte als Moderator durch das Programm. Das Jägerchörli intonierte in der Mehrzweckhalle das Jodellied «Dr Wildhüter» und «Ein Jäger aus Kurpfalz».

Höhepunkte des unterhaltenden Teils des Abends waren die Auftritte des Turnvereins STV Laupersdorf. Die Männer und Knaben zeigten ihr Können am Barren mit mutigen Auftritten. Choreografisch ausgereift und turnerisch beeindruckend begeisterte die Darbietung des Team-Aerobic-Teams der jungen Damen.

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